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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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trafen die beiden gräflichen Nebenbuhler, jeder von einem lan-gen glänzenden Zng von Freunden und Dienstleuten beglei-tet, im Hofe des Palastes zu Greenwich ein-

Wahrscheinlich zufolge einer vorhcrgegangcncn Verabre-dung, oder auf Anordnung der Königin, kam Sussex zu Was-ser von Dcptfort bei dem königlichen Palaste an, währendLeicester zu Lande cintraf; und so traten flc von verschiede-nen Seiten in den Schloßhof ein- Dieser an sich unbedeu-tende Umstand verlieh Leicestcr in den Angen des Volkes ei-nen gewissen Vorrang, indem sein berittenes Gefolge zahlrei-cher war und sich imposanter ausnahm, als jenes von Sussex,welches natürlich zu Fuße angekommen war.

Kein Gruß wurde von Seiten der beiden Grafen gewech-selt, obgleich sie einander fest in die Angen sahen und viel-leicht beide einen Austausch von Höflichkeiten erwarteten, denkeiner zu beginnen geneigt war. Fast in demselben Augen-blicke ihrer Ankunft wurde die Schloßglocke geläutet, dieThore des Palastes öffneten sich und die Grafen traten ein,jeder von denen seines Gefolges begleitet, die vermöge ibresRanges auf dieses Vorrecht Anspruch hatten. Die niedrigemDienstleute blieben im Schloßhofe stehen, wo beide Parteiensich gegenseitig mit Blicken voll Haß und Verachtung betrach-teten, als erwarteten sie mit Ungeduld eine Veranlassung zumTumult, oder irgend einen genügenden Grund auf einanderloszustürzen. Doch sie wurden durch die strengsten Befehleihrer Gebieter, und vielleicht durch den Anblick der zahlrei-chen unter den Waffen stehenden königlichen Wachen in Ord-nung gehalten.

Inzwischen begleiteten die Vornehmsten jedes Gefolges ihreGebieter in die hohen Hallen und Vorzimmer des königlichenPalastes, wie zwei Ströme, die in dasselbe Flußbett einge-