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Leicester und sein Gefolge aufzubringen, und auf die Eurigewird die Königin ein großes Gewicht legen. Uederdies ist dieBittschrift bereits in ihren Händen."
Tressilian konnte nicht umhin, zu argwöhnen, daß derEifer, womit Susscx diese Angelegenheit betrieb, mehr in demWunsche ihren Grund hatte, Leicester in ein gehässiges Lichtzu stellen, als daß er dabei genau untersucht hätte, ob dereingcschlagenc Pcg auch am sichersten zum Ziele führe. Doch 'der Schritt war einmal gethan, und Susscx entging einerweitern Erörterung dadurch, daß er den Befehl crthcilte:„Laß Alles um elf Uhr in Bereitschaft sei»; genau um zwölfUhr muß ich bei Hofe und im Andienzsaal sein."
Während die beide» Nebenbuhler sich angelegentlichst da-mit beschäftigten, sich auf ihr nahes Zusammentreffen bei derKönigin vorzubereiten, war selbst Elisabeth nicht ohne Besorg-niß, welches die Folge des Zusammentreffens zweier so leichterregbarer Geister sein werde, von denen jeder mit einemzahlreichen Gefolge kam, und die entweder öffentlich oder ins-geheim die Hoffnungen und Wünsche der meisten Hofleute inzwei Parteien theilten. Die königliche Leibwache stand sämmt-lich unter den Waffen, und eine Verstärkung von Trabantenwar von London auf der Themse angekommen. Ein könig-licher Befehl wurde erlassen, welcher jedem Edelmanne, wel-ches Standes er auch sei, auf's strengste verbot, sich dem Pa-laste zu nähern, der von einem mit Schießgewehren oder Lan-zen bewaffneten Gefolge umgeben war. Ja, man flüstertesich sogar in die Ohren, daß der Obersheriff von Kent ge-heime Befehle erhalten habe, einen Theil der Miliz der Graf-schaft auf den ersten Wink bereit zu halten.
Die verhängnißvolle, von allen Seiten mit gespannterErwartung ersehnte Stunde erschien, und mit dem Schlag zwölfKenilworth. II. 4