ein Gefühl der Eifersucht bestimmt worden war, die ihr dasGerücht eingeflößt hatte, daß der Graf beständig von Bewaff-neten umgeben sei, — sie gab Naleigh die heftige Weisung,seinen Rath so lange zn sparen, bis man ihn darum befrage,wiederholte ihre früheren Befehle, bei Deptford zu landenund setzte hinzu: „Wir wollen selber sehen, welche Art vonHaushalt Lord Sussex um sich hat."
„Da sei uns Gott gnädig!" sagte der junge Hofmann znsich selbst. „Guter Herzen hat der Graf gewiß manche um sich;aber gute Köpfe sind kaum bei uns zu finden, und er selber istzu krank, um Anordnungen zu treffen. Blvunt wird bei seinemFrühstück sitzen, welches aus Bier und Zjarmouther Häringenbesteht, und Tracy bei seinem schwarzen Pudding und Rhein-wein, — jene Stockwaliser, Thomas ap Rice und Evan Evans,werden sich eben jetzt ihre Knoblauchsuppe und gerösteten Käsewohl schmecken lassen — und sie verabscheut, wie man sagt,alle gemeinen Gerichte, alle üblen Gerüche und starken Weine.Wenn sie nur daran dächten, in der großen Halle mit Ros-marin zu räuchern! aber, vogue I» gslöre, jetzt muß Allesdem Zufall überlassen bleiben. Das Glück ist mir diesen Mor-gen ziemlich günstig gewesen, denn ich habe einen Mantel ver-derbt und dafür bei Hofe mein Glück gemacht — wenn esnur auch eben so viel für meinen edlen Patron ihun wollte!"
Die königliche Barke landete bald zu Deptford, und unterdem lauten Zuruf des Volkes, welchen ihre Gegenwart sogleichveranlaßte, ging die Königin, während ein Baldachin über ih-rem Haupte getragen wurde, von einer jauchzenden Volksmengebegleitet auf Say's Court zn, wo man durch den entferntenZuruf des Volkes das ersteZeichen ihrerAnkunfterhielt. Sussex,welcher sich gerade mit Trcssilian berieth, wie er die vermeint-liche Ungunst der Königin wieder gut machen solle, war sehr