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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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überrascht, als er von ihrer unmittelbaren Ankunft hörtenicht, daß die Gewohnheit der Königin, ihren vornehmerenAdel in Gesundheit oder Krankheit zu besuchen, ihm unbekanntwar; die plötzliche Mitthcilung aber ließ keine Zeit zu solchenVorbereitungen, von denen er wußte, daß Elisabeth sie liebte,und die Rauhheit und Verwirrung seiner militärischen Haus-genossen, die seit seiner letzten Krankheit sehr zunahm, mach-ten, daß er zu ihrem Empfange gänzlich unvorbereitet war.

Innerlich den Zufall verfluchend, welcher ihm so unver-sehens ihren gnädigen Besuch znführte, eilte er mit Trcssilianhinunter, dessen interessanter Geschichte er so eben aufmerk-sam zngehört hatte.

Mein würdiger Freund," sagte er,Ihr habt vermögeder Gerechtigkeit und Dankbarkeit ein gleiches Recht zu er-warten, daß ich Eure Anklage Varney's so viel ich kann un-terstützen werde. Der Zufall wird sogleich zeigen, ob ich beiunserer Herrscherin für Euch etwas thun kann, oder ob meineEinmischung in Eure Angelegenheit Euch mehr schaden, alsnützen wird."

So sprach Snsscx, während er einen weiten Zvbclpclz um-warf, und sein Aeußeres so gut als möglich in Stand setzte,um vor den Angen der Königin erscheinen zu können. Dochdie eilige Aufmerksamkeit, die er seinem Anzuge widmete, konntedoch nicht das gcisterartige Ansehen vertilgen, welches langeKrankheit seinem von Natur mehr mit kräftigen als gefälligenZügen begabten Gesichte aufgedrückt hatte. Uebcrdies war ervon mittlerer Statur, und obgleich breitschulterig, kräftig undzu kriegerischen Unternehmungen geschickt, so war seine Erschei-nung in der friedlichen Halle doch keine solche, wie sic von denDamen gern gesehen wird. Obgleich Suffep von seiner Herr-scherin geachtet und geehrt wurde, so war er doch, mit Leicester