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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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gerade von seinem Besuche in London zurückkchrtc, und erglaubte nach Pflicht und Gewissen sich sogleich wieder auf denWeg machen zu müssen. So verfehlt nicht, Herr Raleigh,als Zeichen der Buße Euren schmutzigen Mantel zu tragen,bis Ihr Unseren weiteren Willen vernehmt. Und hier," setztefle hinzu, indem sie ihm ein goldenes Kleinod, in Form einerSchachfigur überreichte,dies gebe ich Euch, es am Halsbandezu tragen."

Raleigh, den die Natur jene Hofkünstc gelehrt hatte,welche Biele kaum durch lange Erfahrung erlernen, knietenieder, und als er das Kleinod aus ihrer Hand nahm, küßteer die Finger, die es ihm gaben. Er verstand vielleicht besser,als irgend einer von den Hvfleuten, die ihn umgaben, die vonder Königin geforderte Demuth mit einer Galanterie zu ver-binden, die er ihrer persönlichen Schönheit schuldig war, unddieser sein erster Versuch, sie zu vereinigen, gelang ihm sowohl, daß er zugleich Elisabeths persönliche Eitelkeit und ihreHerrschsucht befriedigte.

Sein Gebieter, der Graf von Suffex, hatte den ganzenVortheil von der Zufriedenheit, welche Elisabeth über Ra-leighs Benehmen empfand.

Meine Herren und Damen," sagte die Königin, indemsie sich zu ihrem Gefolge wendete,da Wir einmal auf demFlusse sind, so wäre cs wohl gut, wenn Wir Unsern gegen-wärtigen Borsatz, nach der Stadt zu fahren, aufgäben, unddiesen armen Grafen von Sussex mit einem Besuche über-raschten. Er ist krank und fürchtet gewiß Unsere Ungnade,obgleich ihn das offene Geständnis; dieses leichtsinnigen Bu-ben von aller Schuld befreit hat. Was meint Ihr, wärecs nicht eine Handlung der Menschenliebe, ihm solchen Trostzu gewähren, wozu die Dankbarkeit einer Königin, die ihm