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Was sagt Ihr dazu, Bischof von Lincoln? Hat der BurscheUns eine richtige Auslegung des Textes gegeben?"
„Es ist wohl etwas übereilt, gnädigste Frau," sagte derBischof von Lincoln, „das Wort Heil, denn so ist es übersetzt,so zu nehmen, da das hebräische Wort —"
„Mylord," sagte die Königin ihn unterbrechend, „ich habeschon gesagt, daß ich mein Hebräisch vergessen habe. Abersage mir, junger Mann, wie ist Dein Name?"
„Mein Name ist Raleigh, gnädigste Königin, und ich binder jüngste Sohn einer zahlreichen aber achtbaren Familie inDevonshire."
„Raleigh," sagte Elisabeth nach einigem Nachsinnen, „ha-ben Wir nicht von Euren Diensten in Irland gehört?"
„Ich war so glücklich, dort einige Dienste zu leisten, gnä-digste Frau," versetzte Raleigh; „doch waren sic so unbedeu-tend, daß ich nicht glaubte, sie würden das Ohr Ihrer Ma-jestät erreichen."
„Sic hören weiter, als Ihr meint," erwiderte die Köni-gin gnädig, „und haben von einem Jüngling gehört, der eineFurth im Shannon gegen eine ganze Bande wilder irländi-scher Rebellen vertheidigte, bis der Strom von ihrem undseinem Blute gefärbt wurde."
„Etwas Blut mag ich wohl dabei verloren haben," ent-gegnen der Jüngling vor sich nicderblickend; „doch es warda, wo ich mein Herzblut zu vergießen schuldig bin, nämlichim Dienste Ihrer Majestät."
Die Königin schwieg einen Augenblick und sagte dann hastig:„Ihr seid sehr jung, so gut zu fechten und Euch so gut aus-zudrücken. Doch Ihr dürft Eurer Strafe nicht entgehen, daßIhr Masters zurückgewiesen habt — der arme Mann hat sich aufdem Flusse erkältet, den» Unser Befehl erreichte ihn, als er