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„Wie, Du warft cs? — Du hast meinen Boten undArzt von Say's Court abgewiesen?" rief die Königin. „Waskonnte Dich zU dieser Unverschämtheit veranlassen, da Dumir doch ergeben zu sein scheinst — da Dein äußeres Beneh-men wenigstens Ergebenheit zeigt?"
„Gnädigste Frau," sagte der Jüngling, der ungeachtet derangenommenen Strenge etwas in dem Gesichte der Königin zusehen glaubte, was nicht unerbittlich schien — „man sagt in un-serer Gegend, daß der Arzt zur Zeit der Oberherr seines Patien-ten ist. Mein edler Herr war nun unter der Behandlung einesArztes, der ihn schon fast ganz wieder hergestellt hat, und die-ser hatte den Befehl ertheilt, daß sein Patient in der Nachtbei Gefahr seines Lebens nicht solle gestört werden."
„Dein Herr hat sich ohne Zweifel einem Schurken vonQuacksalber anvertraut," sagte die Königin.
„Ich weiß nichts, Madame, als den Umstand, daß erdiesen Morgen sehr gestärkt und erfrischt erwacht ist, da erLoch seit vielen Tagen nicht geschlafen."
Die Cavaliere blickten einander an, mehr in der Absicht,um zu sehen, was die Andern von dieser Nachricht dachten,als um über das Vorgefallene ihre Bemerkungen auszutauschen.Die Königin antwortete hastig und ohne ihre Freude zu ver-bergen: „Bei meinem Worte, es ist mir lieb, daß er sich bes-ser befindet. Doch Du wärest allzukühn, dem Doctvr Ma-sters den Eintritt zu verbieten. Weißt Du nicht, daß dieheilige Schrift sagt: viele Rathgcber bringen Heil?"
„Ja, gnädigste Frau," sagte Walter; „doch ich habe ge-lehrte Männer sagen hören, daß dieses Heil den Aerzten undnicht den Patienten zu Theil wird."
„Meiner Treu, Kind, Du hast mich besiegt," sagte dieKönigin lachend, „denn ich habe mein Hebräisch fast vergessen. —