Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
36
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Dies sprach sie in einem Tone nnd einer Geberde, wobeidie anwesenden Freunde des Grafe» von Suffex erzitterten.Der aber, an welchen diese Rede gerichtet war, zitterte nicht,sondern erwiderte mit großer Ehrerbietung und Unterwürfig-keit, sobald es ihm die Leidenschaftlichkeit der Königin gestat-tete:Ihre Majestät halten zu Gnaden, ich war von demGrafen von Suffex mit keiner Entschuldigung beauftragt"

Und womit wäret Ihr denn beauftragt, Herr?" fragtedie Königin mit einer Heftigkeit, die bei all' ihren edlen Ei-genschaften einen hervorstechenden Charakterzng bildete;viel-leicht nur mit einer Herausforderung oder, Gott's Tod!mit einer Herausforderung?"

Madame," sagte der Jüngling,der Graf von Suffexweiß, daß die Beleidigung an Hochverrat- grenzt und denktan Nichts weiter, als den Schuldigen sicher zu stellen undüberliefert ihn daher der Gnade Ihrer Majestät. Der edleGraf lag in tiefem Schlafe, als Eure allergnädigste Botschaftankam, in Folge eines Trankes, den ihm sein Arzt eingegeben.Mylord wußte daher nichts von der ungebührlichen Zurück-weisung der höchst gnädigen Botschaft Ihrer Majestät, als biser diesen Morgen erwachte "

Und welcher von seinen Dienern hat es denn gewagt,meine Botschaft zurückzuweisen, ohne meinen Arzt auch nurzu ihm zu lassen?" fragte die Königin sehr erstaunt.

Der Schuldige steht vor Euch, gnädigste Frau," ver-setzte Walter, indem er sich tief verbeugte,die ganze undalleinige Schuld ist mein und Mylord hat mich mit Rechtabgeschickt, um den Folgen eines Vergehens zu begegnen,woran er so unschuldig ist, wie die Träume eines schlafen-den Mannes cs nur au den Handlungen eines wachendensein können."