Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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Indem er zugleich sein Baret abnahm, heftete er jetzt seineBlicke fest auf die herannahende Königin, mit einer Mischung re-spektvoller Neugierde und bescheidener aber enthusiastischer Be-wunderung, welche seinen lebhaften Zügen so wohl stand, daßdie Trabanten, welche wegen seiner reichen Kleidung und edlenHaltung Respcct empfanden, ihm gestatteten, der Stelle, überwelche die Königin gehen mußte, etwas näher zu treten, alscs gewöhnlichen Zuschauern erlaubt war. So stand nun derjunge abenteuerliche Jüngling ganz vor Elisabeths Augen,welche niemals gleichgültig war gegen die Bewunderung, diesie bei ihren Uuterthancn erregte, noch gegen ein schönes Ver-hältniß äußerer Gestalt, wodurch sich irgend einer von ihren Hof-lentcn auszeichnctc. Als sie sich daher dem Platze näherte, woer stand, heftete sie einen durchdringenden Blick auf den Jüng-ling, worin sich Erstaunen über seine Kühnheit, doch ohne Un-willen aussprach, als ein unbedeutender Umstand ihre Aufmerk-samkeit noch mehr auf ihn zog. Es hatte die Nacht geregnetund gerade auf der Stelle, wo der junge Cavalier stand, wurdeder Weg der Königin durch etwas Schmutz unterbrochen. Alssie einen Augenblick zögerte, darüber hinwegzuschreilcn, warfder galante junge Mann den Mantel von der Schulter undbreitete ihn über die schmutzige Stelle hin, so daß sic nun trocke-nen Fußes darüber Weggehen konnte. Diese Handlung ehrer-bietigen Hofdienstcs begleitete der junge Mann mit einer tiefenVerbeugung, während eine hohe Röthe sein ganzes Geslchtüberflog. Elisabeth blickte den jungen Mann an, wurde ver-legen, erröthete ebenfalls, nickte mit dem Kopfe, ging hastigweiter und bestieg ihre Barke, ohne ein Wort zu reden.

Komm, Du Narr," sagte Blount;Dein zierlicher Man-tel wird heute der Bürste bedürfen, dafür stehe ich Dir.Wenn Du die Absicht hattest, Deinen Mantel als Fußteppich