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8 (1851) Kenilworth
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Pfarrer,Euch auf Euer Zimmer zu begeben und zu versu-chen, ob Ihr nicht ein wenig schlafen könntet. Der Arzt hateinen beruhigenden Trank zurückgelassen, und der große Arztdroben hat uns geboten, irdische Mittel anzuwenden, um unsin den Prüfungen zu stärken, die er uns sendet."

Es ist wahr, alter Freund," sagte Sir Hugh,und wirwollen unsere Prüfungen männlich bestehen. Wir haben janur ein Weib verloren- Sieh, Tressilian" hier zog ereine lange schöne Haarlocke aus seinem Busensieh dieseLocke! ich sage Dir, Edmund, an demselben Abend, wo sieverschwand und mir wie gewöhnlich gute Nacht wünschte,hing sie an meinem Halse und liebkos'te mich mehr als ge-wöhnlich. Ich alter Thor hielt sie bei dieser Locke fest, bis sieihre Schcere nahm, sie abschnitt und in meiner Hand zurück-ließ als Alles, was mir von ihr Zurückbleiben sollte."

Tressilian war nicht im Stande zu antworten, indem erbedachte, welcher Kampf der Gefühle in jenem Augenblicke inder Brust des unglücklichen Flüchtlings mußte vvrgegangensein. Der Geistliche war im Begriff zu reden, doch Sir Hughunterbrach ihn.

Ich weiß, was Ihr sagen wollt, Herr Pfarrer istes doch nur eine Locke von dem Haar eines Weibes unddurch das Weib kam Schande, Sünde und Tod in eine un-schuldige Welt. Auch der gelehrte Herr Mumblazen kannsehr gelehrt über die Schwachheit derselben reden."

(lest l'Iiomme, gui se hast et gui conseille," (Es ist derMann, welcher kämpft und Rath giebt,) sagte Mumblazen.

Es ist wahr," sagte Sir Hugh,und darum wollenwir uns wie Männer betragen, welche Muth und Weisheitin sich tragen. Tressilian, Du bist mir so willkommen, alshättest Du bessere Nachrichten gebracht. Doch wir haben zu