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Seinen Namen Erasmus leitete er zum Theil von seinemVater ab, welcher der Sohn einer berühmten Wäscherin ge-wesen, die jenen großen Gelehrten während seines Aufenthalteszu Oxford mit weißer Wäsche versehen — eine Aufgabe voneiniger Schwierigkeit, da er nur im Besitze von zwei Hemdengewesen, eins, wie sie sagte, um das andere damit zu waschen-Die Ucberblcibsel von einem derselben waren, wie sich MagisterHoliday rühmte, noch in seinen Händen, da seine Großmnttcres zur Ausgleichung ihrer Rechnung zurückbehalten hatte- Erglaubte indeß diesen Namen einem erhabenen und wichtigenUmstand zu danken, nämlich dem, daß seine Mutter die geheimeVorahnung gehabt, dieser Taufnahmc würde wie ein heilbrin-gender Genius ihr Söhnicin einst zum Nebenbuhler des großenGelehrte» von Rotterdam machen. Sein Zuname veranlaßteLen Schulmeister zu einer ähnlichen ausführlichen Erörterung.Er war zu dem Glauben geneigt, daß er den FamiliennamenHoliday (Feiertag) führe, wie lucus s non lueenclo, weil erin seiner Schule nur wenig Feiertage gestatte. „Daher," fuhrer fort, „heißt auch der Schulmeister im elastischen Latein Imüi-msgister, weil er seinen Schulknaben das Spielen nicht er-laubt." Und doch glaubte er von der andern Seite, sein Namelasse sich noch auf andere Weise deuten und auf seine außer-ordentliche Kunst beziehen, Prunkfestc, Mohrentänze, Maitags-festlichkeiten und ähnliche Volksbelustigungen anzuordncn, wofürer, wie er Tressilian versicherte, den hellsten und erfindungs-reichsten Kopf im ganzen Lande besitze. Durch dieses Talentsei er schon vielen hohen Personen, sowohl auf dem Lande alsbei Hofe, ja selbst dem edlen Grafen von Leicestcr bekanntgeworden. — „Und obgleich er mich bei der Menge seinerStaatsgeschäfte zu vergessen scheint," fuhr er fort, „so bin ichdoch versichert, daß, wenn er irgend einen hübschen Zeitvertreib