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dünkt, Ihr hättet überzeugt sein sollen, daß diese Dame EureDazwischenkunft weder wünsche noch verdiene."
„Mein guter Wirth," antwortete Tressilian, „mein Vater
— denn als solchen muß ich Sir Hngh Robsart stets betrachten
— sitzt zu Hause und verzehrt sich in Kummer; oder wenner so weit wieder hcrgcstellt ist, sucht er vergeblich bei seinerLieblingsbeschäftigung, der Jagd, zu vergessen, daß er eineTochter hatte — eine Erinnerung, die beständig tief erschüt-ternd bei ihm wiedcrkehrt. Ich konnte den Gedanken nichtertragen, daß er so im Elend, und Emma so in der Sündefortlebcn sollte — ich suchte sie auf und hegte die Hoffnung,sie zur Rückkehr in ihre Familie zu bewegen. Ich fand sie,und wenn mir entweder mein Versuch nicht gelingt, oder ichdie Fruchtlosigkeit desselben einsehe, so ist es meine Absicht,mich nach Virginien einzuschiffen."
„Seid nicht zu rasch,, mein guter Herr," entgcgncte GilesGosling, „und bereitet Euch nicht selber den Untergang, weilein Weib — kurz gesagt — ein Weib ist, und ihre Liebhaber wieihre Bänder wechselt, ohne einen ander» Grund, als ihre Laune.Doch che wir weiter über diesen Gegenstand reden, muß ichEuch fragen, welcher Argwohn Euch so sicher zn dem Aufent-halt oder vielmehr zu dem Versteck der Dame geführt hat?"
„Der letztere Ausdruck ist der passendste, Herr Wirth,"antwortete Tressilian; „was nun Eure Frage betrifft, soführte mich die Nachricht in diese Gegend, daß Varncy be-trächtliche Ländereien erhalten habe, welche früher den Mön-chen von Abingdon z'ngehört, und Eures Neffen Besuch beiseinem alten Kameraden Fester gab mir völlige Gewißheitdarüber."
„Und wozu seid Ihr jetzt entschlossen, verehrter Herr? —Entschuldigt, daß ich diese Frage so geradezu an Euch richte."