beginnt mein Antheil an der Erzählung. Als mein Vater vormehreren Jahren starb, wollte der gute Sir Hugh mich znmbeständigen Gesellschafter haben. Es gab freilich eine Zeit,wo ich fühlte, daß des Ritters außerordentliche Neigung zurJagd mich von Studien abhielt, die mir einst von größeremNutzen sein könnten; doch bald bedauerte ich die Zeit nichtmehr, die ich aus Dankbarkeit und angestammter Freundschaftdiesen ländlichen Beschäftigungen widmete. Die große Schön-heit der Miß Emma Robsart, wie sie aus einem Kinde eineJungfrau wurde, konnte mir nicht entgehen, da ich beständigin ihrer Gesellschaft war — kurz, ich liebte sle, mein guterWirth, und ihr Vater bemerkte es,"
„Und trat gewiß Eurer Liebe in den Weg?" sagte derWirth; „so geht es fast immer in solchen Fällen, und daß esauch Euch so ergangen, schließe ich aus dem schweren Seuf-zer, den Ihr so eben ausgestoßen."
„Mein Fall war ein anderer, guter Wirth. Sir HughRvbsart billigte meine Bewerbung; doch seine Tochter bliebkalt bei meiner Leidenschaft."
„Sie war von beiden Feinden der gefährlichste," sagteder Wirth. „Ich furchte, Eure Bewerbung wurde kalt zu-rückgewicsen."
„Sie schenkte mir indcß ihre Achtung," versetzte Trcs-stlian, „und schien nicht abgeneigt, mich hoffen zu lassen, daßdieselbe eiust zn einer wärmeren Neigung heranrcifen werde.Vermöge der Vermittelung ihres Vaters wurde ein Ehe-Contract zwischen uns aufgesetzt, die Erfüllung desselben aberauf ihr dringendes Bitten noch ein Jahr verschoben. Wäh-rend dieser Zeit erschien Richard Varncy in unserer Gegend,und eine entfernte Verwandtschaft mit Sir Hugh Robsartbenutzend, brachte er einen großen Theil der Zeit in seiner