Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
112
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Umgangs mit mehr Freiheit zu genießen, Euch von Allem,wofür Ihr bisher lebtet, trennen wollt, so mögen immerhineinige Eurer armen Diener darunter leiden; mich hat EureGüte so reichlich bedacht, daß ich jederzeit genug haben werde,so zu leben, wie cs dem Range eines armen Edclmannes ge-bührt, den er in Euren Diensten eingenommen hat."

Und dennoch seid Ihr nicht zufrieden, wenn ich mir vor-nehme das gefahrvolle Spiel aufzngcben, das mit unscrmbeiderseitigen Untergange enden kann?"

Ich, Mylord?" sprach Varney,wahrlich, ich habe keinenGrund darüber unzufrieden zu sein, wenn Ew. Herrlichkeit sichzurückziehen will. Nicht Richard Varney wird die UngnadeIhrer Majestät und den Spott des Hofes zu erdulden haben,wenn das stattlichste Gebäude, ans Fürstengunst gegründet, wieleichter Morgcnfrost dahinschmilzt, ich wünschte nur, Mylord,daß Ihr, bevor Ihr einen Schritt thut, der nicht wieder zu-rückgethan werden kann, Euren Ruf und das Glück auf derneuen Laufbahn, die Ihr vorhabt, zu Nathe ziehen wolltet-"

Sprich weiter, Varney," sagte der Graf;ich sage Dir,ich habe mich noch zu nichts entschlossen, es sollen alle Gründefür und wider abgewogen werden."

Wohl denn, Mylord," versetzte Varney;angenommennun, der Schritt sei geschehen, die königliche Ungnade, das Ge-spött und das Wehklagen sei verschmerzt, Ihr sollt Euch anseins Eurer entferntesten Schlösser zurückgezogen haben, wo Euchweder die Klagen Eurer Freunde, noch das höhnische FrohlockenEnrer Feinde erreichen kann. Euer glücklicher Nebenbuhler sollsich damit begnügen (was noch sehr zu bezweifeln ist) die Aestcdes großen Baumes abzuhauen, der ihm so lange den Sonnen-schein vorcnthielt, soll nicht daraufbestehen, ihn mit der Wurzelausznreißen. Nu», dann ist der bisherige erste Günstling Eng-