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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
113
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lands, der den Commandostab seines Vaterlandes führte unddessen Parlamente leitete, ein bloßer Landbaron, der sich dieZeit mit der Jagd und der Falkenbeize vertreibt, mit denLandjnnkern in starkem Biere zecht und auf's Commando desSheriffs seine Mannen mustert."

Hör' auf, Varney!" fiel der Graf ein.

Nein, Mylord, Ihr müßt mich mein Gemälde vollendenlassen. Susscx regiert England die Gesundheit der Königinnimmt ab die Thronfolge soll festgesetzt werden demEhrgeiz öffnet sich eine Bahn, weit glänzender, als sie sichdieser jemals träumen ließ. Ihr laßt Euch Alles dies anEurem Kamine erzählen, dann überdenkt Ihr alle die Hoff-nungen, die zu Wasser wurden, als Ihr in freiwillige Unbe-dcntsamkeit versänket, um Eurer reizenden Gemahlin öfter alsalle vierzehn Tage einmal in die schönen Augen zu schauen."

Kein Wort mehr, Varney, über diesen Punkt," sprachder Graf.Ich sagte nicht, daß der Schritt, den meine Ruheund Zufriedenheit zu tbun mich antreibt, sogleich und ohne ge-hörige Berücksichtigung des öffentlichen Wohls gethan werdensoll. Du bist Zeuge, daß ich meinem Wunsche, mich znrückzu-ziehen, nicht aus Ehrgeiz entsage, sondern weil ich die Stellungbehaupten muß, in der ich meinem Vatcrlande zur Stunde derNoth am besten dienen kann. Man führe sogleich die Pferdevor ich will, wie früher, einen Livrcemantel Überwerfen undhinter Dir vor dem Stallknecht reiten. Du, Varney, sollstheute der Herr sein vergiß nichts, wodurch die Täuschungunterhalten wird. Wir wollen zu Pferde, bevor noch hier derTag anbiicht. Ich will mich nur von meiner Gemahlin ver-abschieden und bin dann zur Abreise bereit. Ich thue jetztmeinem eigenen armen Herzen Gewalt an, und verwunde eins,das mir noch thcurer ist; aber dem Patrioten muß der GatteKemlworth. I. 8