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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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und diese mir so theuren, aber verstohlenen Zusammenkünftesind Alles, was ich der Liebenswürdigsten und Reizendstenihres Geschlechts für jetzt z» bieten vermag."

Aber warum kann das nicht sein?" fragte die Gräfinim Tone der sanftesten Unterredung,warum kann sie nichtsogleich vor sich gehen diese vollkommnere, ununterbrocheneVereinigung, die Ihr so zu wünschen vergebt, und welchevon göttlichen und menschlichen Gesetzen auf gleiche Weisegeboten wird? Ach, wenn Ihr es nur halb so eifrigwünschtet, wie Ihr sagt, wer oder was könnte Euch, denMächtigsten und vor Allen Begünstigten verhindern, EurenWillen zu vollbringen?"

Des Grafen Stirne umwölktc sich.Emma," sprach er,Du sprichst da von Dingen, die Du nicht verstehst. Wir,die wir an den Höfen leben müssen, sind Denen zu verglei-chen, die einen Berg von lockerem Sande erklimmen; wirdürfen nicht Halt machen, bis irgend ein hervorragendes Fels-stück uns einen Ruheplatz und Haltpunkt sichert; ruhen wirfrüher, so gleiten wir durch unser eigenes Gewicht zurück,zum Hohngclächter aller Welt- Ich stehe hoch, aber ich stehenicht sicher genug, um meiner eigenen Neigung zu folgen.Meine Vermählung erklären, hieße mir mein eigenes Verder-ben bereiten. Aber glaube mir, ich will einen Punkt errei-chen, und zwar bald, wo ich Dir und mir Gerechtigkeit wi-derfahren lassen kann. Inzwischen trübe nicht das Glück desgegenwärtigen Augenblicks durch Wünsche, die nicht im Augen-blicke befriedigt werden können. Laß mich lieber hören, obAlles hier zu Deiner Zufriedenheit geschieht. Wie benimmtsich Foster gegen Dich? Er beweist Dir doch hoffentlich inallen Stücken die gebührende Hochachtung; sonst sollte derBursche es schwer büßen."