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8 (1851) Kenilworth
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Der Wunsch mag leicht befriedigt werden," versetzte derGrasschon morgen, wenn Du willst, soll Dir der dun-kelbraune Mantel seine Aufwartung machen."

Aber soll ich," sagte die Lady,Euch auf eines EurerSchlösser folgen, um sehen zn können, wie sich die Pracht EurerWohnung neben dem einfachen Anzuge ausnehmen wird?"

Wie, Emma," versetzte der Graf um sich hcrblickcnd,sind nicht diese Gemächer glanzvoll genug ausgeschmückt?Ich gab unbeschränkte Befehle, und man ist ihnen, dünktmich, ziemlich gut nachgekommen. Wenn Du mir aber an-geben kannst, was hier noch fehlt, so will ich sogleich Befehledazu geben."

Nein, Mylord, Ihr spottet meiner," erwiderte die Grä-fin;der Glanz dieser prachtvollen Gemächer übertrifft Alles,was sich meine Einbildungskraft denken mag, eben so sehr,als er mein Verdienst übersteigt. Aber soll Deine Gattin,Trauter, nicht wenigstens eines Tages, nicht bald von derWürde umgeben werden, die weder von den Arbeiten derKünstler, die ihre Gemächer schmücken, noch von der Seideund den Edelsteinen ausgeht, womit Deine Großmutk sieschmückt, sondern welche an den Rang geknüpft ist, den sieunter den Damen von Stande als die anerkannte Gattin desedelsten Grafen von England einznnchmen berechtigt ist?"

Eines Tages!" sprach ihr Gemahl;ja, liebe Emma, dasGlück soll Dir eines Tages zu Theil werden; und glaube mir,Du kannst diesen Tag nicht sehnlicher herbeiwünschen, als ichselbst. Mit welchem Entzücken würde ich mich von den Staats-geschäftcn, den Sorgen und Mühen des Ehrgeizes zurückziehen,um mein Dasein in Ehre und Würde auf meinen großen Be-sitzungen mit Dir, Emma, meiner Freundin und Lebensgefähr-tin zu verleben! Allein, Emma, daS kann jetzt noch nicht sein,