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Mitgliedschaft des höchsten Ordens der Ritterschaft anzunch-nien. Ueberdies gehört er eigentlich Flandern zu; und Eg-mont, Oranicn und Andere waren stolz darauf, ihn auf einerenglischen Brust glänzen zu sehen."
„Nun wohl, Mylord, Ihr kennt am besten den Weg, denIhr zu gehen habt," erwiderte die Gräfin. „Und diese an-dere Kette, welchem Lande gehört dieses Kleinod an?"
„Einem sehr armen Lande, meine Liebe," antwortete derGraf; „es ist der Sanct Andrcasorden, erneuert von Jakob,dem letzten König von Schottland. Er wurde mir verliehen,als man glaubte, die junge Wittwe von Frankreich und Schott-land würde sich gern mit einem englischen Baron vermählen;aber eine englische Freiherrnkrone wiegt eine Königskrone auf,die man der Laune eines Weibes verdankt, das nur unfrucht-bare Felsen und Sümpfe des Nordens beherrscht."
Die Gräfin schwieg, als ob seine letzten Worte schmerzliche,aber interessante Gedanken in ihr erregt hätten; und da sie nochimmer stumm blieb, fuhr der Graf fort: „Und nun, Geliebte,ist Dein Wunsch erfüllt, Du hast Deinen Vasallen in allem Glanzegesehen, den ein Reitanzng gestattet; denn Staatsgewänderund Freiherrnkroncn trägt man nur in fürstlichen Hallen."
„Wohl denn," sagte die Gräfin, „aber die Befriedigung einesWunsches hat, wie gewöhnlich, einen zweiten in mir erweckt."
„Und wie könnte ich Dir etwas verweigern, um das Dumich bittest?" versetzte der zärtliche Gemahl.
„Ich wünschte meinen gräflichen Gemahl in diesem ab-geschiedenen und verborgenen Aufenthalt in vollem Glanzeseiner fürstlichen Herrlichkeit zu sehen," sprach die Gräfin,„und jetzt möchte ich in einer seiner fürstlichen Hallen sitzen,und ihn, in einfaches Dunkelbraun gekleidet, so wie er dasHerz seiner armen Emma Robsart gewann, hereintreten sehen."