Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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Richard Varney mit einer tiefen demüthigen Verbeugnng denniedrigsten Sessel, den er finden konnte, ergriff, ihn neben dieKissen stellte, auf welchen die Gräfin wieder Platz genommenhatte, und mit niedergeschlagenen Augen dasaß.Ich glaubte,Herr Varney," begann fle, als sie bemerkte, daß er nicht ge-neigt sei, das Gespräch zn eröffnen,Ihr hättet mir Etwasvon meinem Gemahl mitzntheilen, so verstand ich wenigstensHerrn Fester, und ließ deshalb meine Zofe slch znrückziehen-Wenn ich mich geirrt habe, so will ich sie wieder an meineSeite rufen; denn ihre Nadel ist noch nichts» geübt in Platt-und Kreuzstichen, daß sie meiner Aufsicht schon gänzlich ent-behren könnte."

Mylady," cntgegnele Varney,Fostcr hat mich zumTheil mißverstanden. Nicht im Namen Eures edlen Gemahls,sondern über ihn fühle ich mich veranlaßt, ja selbst verpflich-tet, mit Euch zu reden."

Der Gegenstand ist mir höchst willkommen, mein Herr,"sagte die Gräfin,sei cs nun von oder über meinen Gemahl-Aber faßt Euch kurz, denn ich erwarte seine baldige Ankunft-"

Kurz also, Madame," versetzte Varney,und kühn, dennmein Gegenstand erfordert sowohl Mnth als Eile Ihrsähet heute Tressilian."

Ja, mein Herr, und was weiter?"

Nichts, was Euch betrifft, Mylady- Aber glaubt Ihr,verehrte Frau, daß Mylord, Euer Gemahl, es eben so gleich-gültig vernehmen wird?"

Und warum sollte er cs nicht? Für mich allein warTrcssilians Besuch unangenehm und peinlich, denn er brachtemir Nachricht von meines guten Vaters Krankheit."

Von Eures Vaters Krankheit, Madame?" antworteteVarney,die muß schnell gekommen sein; denn der Bote,