so
zenskind, seine Tochter bist. Ach!" fügte sie hinzu, indem einplötzlicher Trübsinn ihre Züge überflog und ihre Augen sich mitThronen füllten, „ich muß um so mehr in Deine kindlichenGefühle einstimmen, als mein eigener armer Vater über meinSchicksal in Ungewißheit schwebt, und der Kummer über michUnwürdige ihn, wie ich höre, auf das Krankenlager geworfenhat. — Aber ich werde ihn bald erfreuen — die Nachrichtvon meinem Glücke und meiner Standescrhöhung wird ihnwieder zum Jünglinge machen. — Und um ihn aufheitern zukönnen," — sie trocknete ihre Angen, indem sieMedete, —„muß ich selbst heiter sein. — Mylord darf mich nicht unem-pfindlich gegen seine Güte, oder kummervoll finden, wenn ereinen Augenblick erhascht, seine Einsiedlerin nach so langerAbwesenheit zu besuchen. — Freue Dich mit mir, Jeannette,
— die Nacht bricht an, und Mylord muß nun bald kommen.
— Rufe Deinen Vater und Varney hieher — ich grolle mitKeinem von ihnen; obgleich ich Grund hätte, mich über Beidezu beklagen, soll es doch ihre eigene Schuld sein, wenn jeeine Klage über sie durch mich dem Grafen zu Ohren kommt.
— Rufe sie hieher, Jeannette."
Jeannette Fostcr gehorchte ihrer Gebieterin, und nach we-nigen Minuten trat'Varney in das Nebenzimmer mit der an-muthigen Zwanglosigkeit und derunbewölkten Stirn eines vollen-deten Höflings, geübt, unter dem Schleier äußerer Höflichkeitseine wahren Gesinnungen zu verbergen und die der Andernauszuforschen. Nach ihm trat mit schwerfälligem SchritteAnton Foster ein; seine natürliche, mürrische Gemeinheit schiennoch deutlicher hervorzutrcten durch den unbeholfenen Versuch,die Mischung von Furcht und Mißvergnügen zu verbergen, dieer beim Anblick der Lady empfand, über die er bis dahin sostrenge Aufsicht geführt hatte, und die nun so prachtvoll ge-