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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
89
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kommen, als Richard Varney's Plänen cntgegentretcn. Undoft hat er mir ans die Seele gebunden, allen Umgang mitihm zu vermeiden."

Da hat Dein Vater Recht, was Dich betrifft," versetztedie Lady,und ich bin überzeugt, daß er es gut mit Dirmeint. Schade, daß sein Gesicht und sein Wesen so wenig zuseinen Gesinnungen stimmt; denn ich meine, seine Absichtensind doch am Ende gut!"

Zweifelt nicht daran, Mylady," antwortete Jeannette;zweifelt mcht, daß mein Vater cs gut meint, obgleich er nurein schlichter Mann ist; und seine mürrische Miene wird vonseinem Herzen Lügen gestraft."

Ich will das nicht in Abrede stellen, Mädchen, wäre esauch nur um Deinetwillen; und doch hat er eins von denGesichtern, vor welchen man zurückbebt, wenn man sie an-blickt ich glaube, selbst Deine Mutter, Jeannette, dochhöre auf mit Deinem Haarkräuseln kann ihn kaum ohneBeben angesehen haben."

Wäre dem so, Madame," antwortete Jeannette Fester,so achtete meine Mutter in ihm einen Mann, der sie an-ständig versorgen konnte. Erschräket und errvthetet Ihr nichtebenfalls, Mylady, als Varuey Euch den Brief von Mylordübergab?"

Du bist dreist, Jüngferchen," sagte die Gräfin, sich vonden Kissen erhebend, auf denen sie halb in den Armen ihrerDienerin ruhend gesessen hatte.Wisse, daß hier Gründe zumErschrecken vorhanden sind, die nichts mit Furcht zu schaffenhaben. Aber, Jeannette," setzte sie hinzu, sogleich wieder inden gutmüthigen, vertraulichen Ton, der ihr cigenthümlich war,einlenkend,glaube mir, ich will meinen ganzen Einfluß zuGunsten Deines Vaters aufbieten, um so mehr, da Dn, Her-