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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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gleich, über die sich die bogenförmigen Brauen von etwashellerer Farbe zogen, und von langen Wimpern von derselbenFarbe beschattet wurden. Angestrengte Bewegung, aufgeregteErwartung und befriedigte Eitelkeit verbreiteten eine Glut überihre feinen Züge, die man sonst wohl etwas zn blaß hätte findenkönnen. Ihr Halsband von milchweißen Perlen, welches sietrug, die nämlichen, die sie so eben als Liebcspfand von ihremGemahl erhalten hatte, wurden an Weiße von ihren Zähnenund der blendenden Schönheit ihrer Haut übcrtroffen, außerwo das Jncarnat der Freude und der Selbstzufriedenheit denHals mit einem leichten Anflug von Röthe übergossen hatte.Nun laß Deine geschäftigen Finger ruhen, Jeannette,"sagte sie zu ihrer emsigen Zofe, die immer noch eifrig bemühtwar, ihren Haarpuy und Anzug wieder in Ordnung zu brin-gen.Laß es nun gut sein, sage ich ich muß vor My-lords Ankunft noch Deinen Vater sprechen, sowie auch HerrnRichard Varney, auf den Mylord so große Dinge hält;aber ich könnte ihm Sachen erzählen, die ihn bald um seineGunst bringen würden."

Thut das nicht, meine gute Lady!" entgegncte Jeannette;überlaßt das der Vorsehung, die den Gottlosen zu seiner Zeitheimsnchcn wird; tretet ja Varney nicht in den Weg, denner besitzt so ganz Mylords Ohr, daß nur Wenige aufkommenkonnten, die seine Pläne durchkreuzten."

Und von wem hast Du dies, meine ehrliche Jeannette?"fragte die Gräfin; und warum sollte ich ein gutes Verneh-men mit ihm so sehr zu wünschen haben, da ich seines Herrnund Patrons Gemahlin bin?"

Nun, gnädige Frau," erwiderte Jeannette Fester,Ihrversteht das besser als ich aber ich hörte meinen Vatersagen, er wolle lieber einem hungrigen Wolf in den Weg