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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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bezauberter Palast erschien. Als sie zum ersten Male diese glän-zenden Zimmer besuchte, geschah cs mit der lauten und unge-zügelten Freude einer ländlichen Schönen, die sich plötzlich voneinem Glanze umgeben sieht, von dem selbst ihre kühnste Phan-tasie keine Ahnung hatte, verbunden mit dem innigsten Gefühleeines zärtlichen Herzens und dem Bewußtsein, daß die sieumgebende Pracht ein Werk der großen Zauberin Liebe sei.

Die Gräfin Emma, denn zu diesem Range war siedurch ihre geheime aber feierliche Vermählung mit Englandsstolzestem Grafen erhoben, war daher eine Zeitlang vonZimmer zu Zimmer gehüpft,jeden neuen Beweis des Geschmacksihres liebenden Gemahls bewundernd, was noch in hohemGrade dadurch gesteigert wurde, daß sie in all dieser Pracht denfortgesetzten Beweis seiner feurigen, innigen Zärtlichkeit findenmußte.Wie schön sind diese Teppiche! Wie trefflichgearbeitet das Silberzeug dort! Fast sollte man glauben, manhabe Spaniens Gallionen auf hoher See geplündert! O,Jcannette!" rief sie wiederholt der Tochter Anton Fostcrszu, die mit etwas minder enthusiastischer Freude ihrer Gebiete-rin auf dem Fuße gefolgt waro Jeannette, wie entzückendist dieser Gedanke, daß alle diese kostbaren Sachen seine Liebezu mir hier vereinigt hat, und daß ich diesen Abend noch, derjeden Augenblick dunkler und dunkler wird, ihm mehr nochfür die Liebe, die dieses Zauberparadics für mich geschaffen,als für all' die Wunder, die es in sich schließt, danken soll"

Dem Herrn muß man vor Allem danken," sprach dieniedliche Puritanerin,der Dir, meine Gebieterin, den lieben-den und gefälligen Ehegcmahl schenkte, dessen Zärtlichkeit soviel für Dich gethan. Auch ich habe nach meinen geringenKräften dazu beigetragen; aber wenn Ihr so von Zimmer zuZimmer eilt, wird das Werk meiner Haarnadel und meines