148
seinen Gunsten entscheiden; Miß Bertram, der gelehrie Mr.Simson und ich, wir Alle können nur sagen, was jeder, derden seligen Ellangowan kannte, bestätigen wird, daß dieserHerr sein vollkommenes Ebenbild ist. Aber das wird ihnnoch nicht zu Ellangowan's Sohne machen und ihm das Erbegeben."
„Und was ist nun zu thun?" sagte der Oberst.
„Wir müssen versuchen," antwortete der Gelehrte, „ob wiraus Holland einen Beweis erlangen können, von den Perso-nen, bei denen unser junger Freund erzogen war. — Dannkann sie freilich die Furcht, wegen des ermordeten Zollbeam-ten zur Verantwortung gezogen zu werden, schweigen lassen;oder wenn sie auch reden, so gelten sie nur für Fremde oderfür recht- m d gesetzlose Schmuggler. Kurz, ich sehe man-cherlei Bedenkliches."
„Mit Erlaubniß, sehr gelehrter und geehrter Sir," sagteder Dominie, „ich hoffe, daß Er, der den kleinen Harry Ber-tram seinen Freunden wiedergegebcn hat, sein eigenes Werknicht unvollendet lassen werde."
„Das hoff' ich auch, Mr. Simson," sagte Pleydell, „aberwir müssen die Mittel nützen; und ich fürchte, es wird schwie-riger für uns sein, sie herbeizuschaffen, als ich vorher dachte.— Aber ein feiges Herz gewann nie eine schöne Braut —und überdies" (leise zu Miß Mannering, während sich Ber-tram mit seiner Schwester unterhielt,) „überdies haben Siehier eine Rechtfertigung Hollands! welche artigen Burschemuß nicht Lepden und Utrecht auSsendcn, wenn ein so feinerund hübscher junger Mann aus den unbedeutenden SchulenMiddelburgs hervorging?"
„Mag wahr sein," sagte der Dominie, der aus das Lobder holländischen Schule eifersüchtig war, — „mag wahr sein,