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Bald verkündigte ein leises Pochen den Obersten, mit wel-chem Bertram eine lange und befriedigende Unterhaltung hielt.Jeder verbarg jedoch dem Andern einen Umstand. Manne-ring vermochte sich nicht zu überwinden, von der astrologischenWeissagung zu reden; und Bertram schwieg, aus leicht begreif-lichen Gründen, von seiner Liebe zu Julie. In jeder andernHinsicht war das Gespräch auf beiden Seiten offen und ange-nehm, und hatte endlich, was den Obersten betraf, sogar et-was Herzliches. Bertram maß sein Betragen sorgfältig nachdem seines Wirthes, und nahm die dargebotene Freundlichkeitvielmehr mit Dankbarkeit und Vergnügen an, als daß er siemit Eifer gesucht hätte-
Miß Bertram befand sich im Gesellschaftszimmer, als Sim-son mit freudestrahlendem Gesicht hereinstolperte; dieser Um-stand war so ungewöhnlich bei ihm, daß Lucp anfangs glaubte,es habe ihm Jemand irgend eine Lüge aufgeheftet, die ihn insolches Entzücken versetze- Nachdem er eine Zeitlang dageses-sen hatte, und zwar mit rollenden Augen und offenem Munde,gleich dem an Merlin's großem Holzkopse, begann er endlich:
— „und was denken Sie von ihm, Miß Lucp?"
„Von wem, Mr. Simson?" sagte die junge Dame.
„Von Harr — nein — von dem, den Sie kennen?" fragte
der Dominie wieder.
„Den ich kenne?" erwiederte Lucy, durchaus nicht begrei-fend, was er meinte.
„Ja, von dem Fremden, der, wie Sie wissen, gestern Abendin der Postkutsche kam — der nach dem jungen Hazlewood schoß
— ha, ha, ho!" so sagte der Dominie, mit einem Lachen, daswie ein Gewiehcr klang.
„Wirklich, Mr. Simson," sagte seine Schülerin, „Sie habensich einen seltsamen Gegenstand zur Belustigung gewählt — ich