Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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brolbenen Tellers; ein beinah leerer Senstopf, der auf einer Seitedes Tisches stand, hatte zur Gesellschaft auf der andern ein Salz-faß, welches eine grauliche oder vielmehr schwärzliche Mischungenthielt, beide Gefäße waren von Steingut und zeigten die Spu-ren, daß sie neuerdings benutzt worden. Kurz nachher erschien die-selbe Hebe wieder mit einem Teller voll Fleischschnitte, die inder Bratpfanne bereitet>varen und eine reichliche Quantität Fettals Zugabe hatte», welches in einem Ocean lauwarmen Wassersschwamm. Nachdem sie diesem Fleischgericht ein grobes Brod bei-gefügt hatte, verlangte sic zu wissen, welches Getränk dem Herrngefällig wäre. Bertram fand dies Alles gar nicht einladend, ließsich jedoch zur Verbesserung des Ganzen, Wein geben, den er erträg-lich fand, und mit Hilfe von etwas Käse sättigte er sich hauptsäch-lich durch das Brod. Als das Mahl beendigt war, erschien dieDirne wieder und brachte ihres Gebieters Empfehlungen, welcher,wenn es dem Gentleman angenehm wäre, den Abend mit ihm zu-bringen wollte. Bertram ließ sich entschuldigen und bat, ihn stattder angebotenen freundlichen Gesellschaft, mit Feder, Tinte, Pa-pier und Licht zu versorgen. Das Licht erschien in Gestalt einerlangen zerbrochenen Talgkerze, die auf einem mit Talg besudeltenLeuchterprangte; was die Schreibmaterialien anlangt, so warddem Gefangenen gemeldet, er solle sie den nächsten Tag haben,wenn er sie dann kaufen lassen wolle. Bertram batnun dieMagd,ihm ein Buch zu verschaffen, und unterstützte sein Gesuch durch ei-nen Schilling; in Folge dessen erschien sic, nach langer Abwesen-heit, mit zwei Bänden des Tagebuchs von Newgate, die sie vonSam Silverquill, einem jungen Taugenichts, der wegen Fälschunggefangen saß, entlehnt hatte. Nachdem sie die Bücher auf denTisch gelegt, ging sie ab und überließ Bertram den Studien, dienicht übel zu seiner melancholischen Lage paßten.