wie etwa: „was Hab' ich nun davon, daß ich mich immer mit ihrplagte — bin ich doch, wahrlich, hieher gekommen, um Thee zutrinken, und verließ Gesellschaften, die mir besser behagten;wahrhaftig, ich hätte besser gethan, wegzubleiben — 'S ist ab-scheulich, keine hundert Pfund hat sie mir gelassen!"
Mr. Protocol, welcher die gehässige Stimmung nicht gern iudiesem Augenblicke steigern wollte, versprach, Alles gehörig inOrdnung bringen zu wollen und sagte dann: „Wohlan, meineHerren, ich denke wir haben jetzt hier nichts mehr zu thun—ichwerde dafür sorgen, daß schon morgen jeder der Herren Gelegen-heit habe, das Testament meiner trefflichen und würdigen Freun-din hinsichtlich seines Inhalts zu prüfen und sich nach Beliebeneinen Auszug davon zu nehmen." Jetzt begann er die Behält-nisse der Seligen mit größerer Eile zu schließen, als er sie geöff-net hatte. „Mrs- Rcbecka, Ihr werdet so gut sein, hier Alles inguter Ordnung zu halten, bis wir das HauS vermierhen können— es ward mir diesen Morgen von Jemand ein Antrag, wofernich etwas derartiges finden sollte "
Unser Freund Dinmont, der seine Hoffnungen so gut wie jederandre gehabt hatte, hatte bisher mürrisch genug in dem Lehnstuhleder verstorbenen Lady gesessen, die sich nicht wenig entsetzt habenwürde, wofern sic dieses kolossale Probestück eines Mannes in ih-remLieblingsstuhle hätte ruhen sehen. Seine Beschäftigung hattedarin bestanden, seine lange Peitschenschnur schneckenartig aufzu-rollen und sie dann auf der Mitte des Fußbodens sich wiederentwickeln zu lassen- Die ersten Worte, die er endlich, nachdemalles entschieden, sagte, enthielten eine großmüthige Erklärung,von welcher er wahrscheinlich selbst nicht wußte, daß er sie lautäußerte: — „Nun gut — Blut ist dicker als Wasser — sie soll will-kommen sein bei den Käsen und Schinken." Als aber der Vertrautedie obenerwähnten Abschiedsworte zu den Trauernden sagte und
Guy Mannering. II. 1Z