Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
177
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Die Treppe war nicht besonders reinlich; und als Manne-ring das Haus betrat, fiel ihm die Enge und das mise;rable Ansehen der Hausflur vorzüglich auf. Aber das Biblio-thekzimmer , nach welchem er von einem ältlichen, ehrwürdigaussehenden Diener geführt wurde, bildete einen vollkommenenGegensatz zu all jenen wenig versprechenden Acußerlichkeiten-Es war ein geräumiges hübsches Gemach, mit den PortraitSvon einigen schottischen berühmten Charakteren, von Jamie-son, dem Caledonischen Vandpk, geschmückt. Ringsum stan-den die Bücher, die besten Ausgaben der besten Autoren, undvor allen eine vorzügliche Sammlung der Klassiker.

Dies," sagte Pleydell,ist mein Handwerkszeug. EinRechtsgelehrter ohn§ Kenntniß der Geschichte und Literaturist ein Handwerker, ein gemeiner Maurer; besitzt er aber vonjenen einige Kenntniß, so darf er sich einen Baumeister nennen."

Sehr ergötzte sich Manncring durch die Aussicht aus denFenstern, welche den unvergleichlichen Prospekt der Gegendzwischen Edinburg und der See gewährten; der Früh of Forth,mit seinen Eilanden u. s. w., alles zeigte sich hier, und gegenNorden begränzte eine Hügelreihe der blauen Horizont.

Nachdem sich Mr. Plepdcll an der Uebcrraschung seinesGastes zur Genüge erfreut hatte, lenkte er dessen Aufmerk-samkeit auf Miß Berlrams Angelegenheiten.Ich hatte Hoff-nung," sagte er,wiewohl nur sehr schwache Hoffnung,peinigeMittel entdeckt zu haben, um ihr unbestreitbares Recht-aufLas Gut Singleside festzustellen; aber meine Bemühungenwaren vergeblich. Die alte Lady war allerdings unbeschränkteEigenthümerin, und durfte mit vollem Rechte beliebig über ihrGut verfügen. Alles, was uns zu hoffen übrig bleibt, ist,daß sie der Teufel nicht versucht haben möge, ihre frühereVerfügung umzustoßcn. Sie müssen des Fräuleins Leichenbe-Guy Mannering. II. 12