Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
173
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Perücke, wo ein eifriger und sorgsamer Friseur jedes Härchenkunstreich gepudert hatte; ein wohlgebürsteter schwarzer Anzug,sehr glänzende Schuhe, goldene Schnallen; ferner ein mehr ge-messenes und förmliches, als zudringliches Benehmen, welchesaber deßwegen keineswegs linkisch war; ein Gesicht, dessen aus-drucksvolle und etwas komische Züge in vollkommener Ruhewaren, alles dies stellte ein Wesen dar, welches ganz ver-schieden von dem drolligen Geiste des gestrige» Abends war.Der schlaue und durchdringende Feuerblick des Auges war daseinzige hervorstechende Merkmal, welches an den Mann desSonnabends" erinnerte-

Ich komme," sagte er mit feinem Anstand,meine königlicheAutorität bei Ihnen sowohl in geistlicher als weltlicher Hinsichtauszuüben kann ich Sie nach der Presbyterianerkirche beglei-ten, oder zum bischöflichen Gottesdienste? 'l'ros Izriusve, einNechtsgelehrter hat, wie Sie wissen, beide Religionen, oder viel-mehr sollte ich sagen, beide Formen der Religion oder kann ichIhnen den Vormittag auf irgend eine andere Weise hinbringcnHelsen? Sie werden meine altväterische Zudringlichkeit entschul-digen Ich ward zu einer Zeit geboren, wo ein Schotte für un-gastfreundlich galt, sobald er einen Gast einen Augenblick alleinließ, außer während der Zeit des Schlafes aber ich hoffe, Siewerden mir cs gleich sagen, wenn ich störe."

Durchaus nicht, mein thcurer Sir," antwortete Oberst Man-nering ;es freut mich, daß ich mich Ihrer Führerschaft überlassenkann. Ich wünsche sehr, einen Ihrer schottischen Prediger zuhören, deren Talente ihrer Heimat so viel Ehre gebracht haben Ihren Blair, Ihren Robertson, oder Ihren Henry; und ichnehme Ihr freundliches Anerbieten von ganzem Herzen an. Al-lein," hier zog er den Rechtsgelehrten ein wenig bei Seite, wäh-rend er den Blick auf Simson richtete,mein würdiger und trän-