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Laune der alten Lady anders verfugt haben werde. Nachdem er allemöglichen Fälle und Wahrscheinlichkeiten überdacht hatte, um sichzu belehren, welcher persönliche Vortheil ihm wohl bei der Angele-genheit zu Theil werden könne, fand er doch zu seinem eignen Be-sten bei der Sache weiter nichts, außer, daß er sich dabei jenes An-sehn erwerben könnte, dcfsenMangel er bereits ersahrenhatte undwahrscheinlich noch weit schmerzlicher zu fühlen haben konnte. Ichmuß mir selber, dachte er, einen festen Grund schaffen, damit,wenn Hatteraick's Plan fehlschlagen sollte, ich wenigstens die gün-stige Meinung für mich habe. — Ueberdies mochte er (damit wirihm, so schlecht er auch war, doch Gerechtigkeit widerfahren lassen,)einiges Verlangen fühlen, der Miß Bertram einigermaßen Ver-gütung zu gewähren für das große Mißgeschick, welches er ihrerFamilie bereitet hatte — freilich nur, in so weit die Vergütungseinem eigenen Interesse nicht im Wege war. Er beschloß daher,gleich am nächsten Morgen nach Woodbourne zu reiten.
Nicht ohne Bedenken that er diesen Schritt, indem er den na-türlichen Widerwillen, dem OberstMannering unter die Augen zutreten, empfand, den Betrug und Schurkerei stets vor einem Zu-sammentreffen mit Ehre und Rechtlichkeit hat. Doch setzte ergroßes Vertraun auf sei» eigenes suvoirekaire. Seine Talente wa-ren bedeutend und keineswegs auf seinen Berufskreis beschränkt.Er hatte mehrmals lange in England gelebt und sein Benehmenwar eben so frei von ländlicher Unbeholfcnheit, als von berufs-mäßiger Pedanterie; so unterstützte ihn bedeutend seine gute Le-bensart und seine Ueberredungsgabe, die er mit einer unerschüt-terlichen Frechheit verband, welche er als gerades Wesen undSitteneinfalt darzustellen wußte. Im Vertrauen auf sich selbsterschien er daher zu Woodbourne, etwa 10 Uhr Morgens, undward angemeldet als ein Herr, der Miß Bertram seine Aufwar-tung zu machen wünsche.
Guy Mamicring. II.
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