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„Geduld, mein guter Freund; — ich will Euch überzeugen,daß unsre Vortheile gemeinsam sind."
Hatteraick antwortete nur mit einem kurzen, trockenen Hu-sten, und Glossin fuhr nach einer Pause fort:
„Wie kam's, daß Ihr den Knaben entwischen ließt?"
„Ei, Fluch und Hagelwetter! er ging mich gar nichts an.Leutnant Brown gab ihn seinem Vetter, in das MiddclburgerHaus Vanbeest und Vanbrüggen, und machte dem so wasweiß, wie man ihn in einem Scharmützel mit Land-Buschklep-pern gefangen hätte — er gab ihn als Laufjungen hin. Ichihn entwischen lassen! — ich habe mich nicht im mindesten umden Racker bekümmert."
„Gut, und er ward also als Bedienter erzogen?"
„Nein, nein; der Junge gewann des alten Mannes Herz,der gab ihm seinen eignen Namen, erzog ihn im Geschäft undschickte ihn nach Indien — Er würde ihn, glaub' ich, hieherzurückgesandt haben, aber sein Neffe machte ihm deutlich, daßes den freien Handel für manches Jahr aufheben würde, wennder Junge wieder nach Schottland käme."
„Meint Ihr, der junge Mann wisse jetzt mehr von seinerHerkunft?"
„Teufel," erwiederte Hatteraick, „wie kann ich denn sagen,was er jetzt weiß? aber was er einmal weiß, vergißt er nichtso leicht. Als er nur zehn Jahr alt war, überredete er einenandern Teufelsbuben aus England, unser Boot stehlen zu-elfen, um damit nach seinem Heimatlande, wie er's nannte,zurückzukchren — daß ihn die Pest! Ehe wir ihrer habhaftwerden konnten, war der Nachen schon weit fort — im Meerewar' er verloren gewesen."
„Wollte der Himmel, dies wäre geschehn— das Boot mitihm zugleich!" rief Glosstn.