Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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Der Schreiber hätte gern seinen Vorgesetzten an die Ge-fahr erinnert, mit einem so verzweifelten Menschen allein zubleiben, wenn dieser gleich durch die Fesseln so ziemlich zurUnthätigkeit genöthigt war; aber Glossin winkte ihm unge-duldig zu, sich zu entfernen. Als er hinausgegangen war,ging der Friedensrichter rasch einigemal auf und ab, rückteseinen Stuhl sodann dem Gefangenen gegenüber, so daß erihm vollkommen in's Gesicht schauen konnte, legte die Pistolenvor sich hin in Bereitschaft, und sagte mit fester Stimme:Ihr feid Dirk Hatteraik, nicht wahr?"

Der Gefangne wandte den Blick instinktmäßig nach derThür, als wenn er einen Lauscher fürchtete- Glossin stand auf,öffnete die Thür, so daß sich der Gefangene von seinem Stuhlaus völlig überzeugen konnte, es sei Niemand in der Nähe;darauf schloß er die Thür wieder, nahm seinen Stuhl ein undwiederholte seine Frage:Ihr seid Dirk Hatteraick, früher aufder Jungfrau Haagenslaapen, nicht wahr?"

Tausend Teufel! und wenn Ihr das wißt, warumfragt Ihr mich?" sagte der Gefangene-

Weil ich erstaunt bin, Euch gerade an dem Orte zu sehn,wo Ihr am wenigsten sein solltet, wenn Euch Eure Sicher-heit lieb ist," bemerkte Glossin kalt.

Der Teufel! kein Mensch liebt seine eigene Sicherheit,der so zu mir spricht!"

Wie? unbewaffnet und in Fesseln! wohlgesprochcn,Capitain!" crwiederte Glossin ironisch.Jedoch, Capttain,damit werdet Ihr nichts ausrichten; schwerlich kommt Ihrfort aus diesem Lande, ohne über ein kleines Ereigniß Nach-richt gegeben zu haben, welches vor einigen Jahren bei derWarrochspitze stattfand."

Hatteraicks Blicke wurden finster wie Mitternacht.