und habe nicht frohen Muth genug, sie durch Scherze abweh-rcn zu können. Ich bin erschrocken wie ein Kind, das im ge-dankenlosen Spiele irgend eine mächtige Maschine in Bewegunggesetzt hat, und während cS die rollenden Räder, die rasseln-den Ketten sieht, über die furchtbare Kraft erstaunt ist, welcheseine schwachen Hände in Thätigkeit setzten, und zugleich vorden Folgen zittert, die es nun erwarten muß, ohne sie ab-wenden zu können.
„Ich will nicht vergessen, zu bemerken, daß mein Vatersehr freundlich und zärtlich ist. Die Angst, die ich zu ertra-gen hatte, ist eine hinlängliche Entschuldigung für meineNervenschwäche. Meine Hoffnung ist, Brown habe in Eng-land, oder in Irland, oder auch wohl auf der Insel Man eineZuflucht gefunden. In beiden Fällen kann er den Ausgangder Krankheit des Verwundeten in Sicherheit und Geduld er-warten, da die Verbindung jener Länder mit Schottland inHinsicht auf die Gerechtigkeit (dem Himmel sei Dank!) nichteben sehr innig ist. Die Folgen seiner Verhaftung würdennoch bis diesen Augenblick schrecklich sein- Ich bemühe mich,mein Gemüth durch allerlei Gründe gegen die Möglichkeiteines solchen Unglücks zu stärken. Ach! wie bald sind Kum-mer und Furcht, eben so wirklich als streng, auf die gleich-mäßige und ruhige Lebensweise gefolgt, die ich noch neulichzu tadeln so sehr geneigt war! Aber ich will dich nicht längermit meinen Klagen belästigen. Adieu, theuerste Matildc!
„Julie Mannering."