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„Unterdessen gewährt mir den größten Trost Hazlewoodsedelmülhige Aufrichtigkeit, welcher bei der Erklärung beharrt,daß die Flinte während des Kampfes durch Zufall losgegan-gen sei, was auch immer die Absicht des Unbekannten, derihn verwundete, gewesen sein möge. Der Reitknecht hingegenbehauptet, das Gewehr sei aus Hazlewoods Händen gewun-den und mit Vorsatz gegen denselben gerichtet worden. Lucyneigt sich auch zu dieser Meinung. Ich glaube nicht, daßbeide absichtlich übertreiben, — aber so trüglich ist nun einmalmenschliches Zeugniß! Gewiß, der unglückliche Schuß geschahohne alle Absicht. Vielleicht würde es am besten sein, wennich Hazlewood das ganze Geheimniß anvertraute; aber er istnoch so jung, und ich fühle die größte Abneigung, ihm meineThorhcit zu entdecken. Neulich wollte ich Lucy das Geheimnißenthüllen und fragte sie, ob sie sich der Gestalt und der Ge-sichtszüge des Mannes entsinne, der uns unglücklicherweisein den Weg gekommen sei; aber sie machte eine so gräßlicheBeschreibung von dem Strauchdiebe, daß ich allen Muth undalle Lust verlor, meine Zuneigung zu ihm zu gestehen. Inder That, Lucy hat sich von ihrer vorgefaßten Meinung son-derbar verblenden lassen: es gibt wohl wenig schönere Män-ner, als der arme Brown. Ich hatte ihn seit langer Zeitnicht gesehn; aber selbst bei seiner seltsamen, plötzlichen Er-scheinung, und trotz seines sehr unvorthcilhaften Anzuges, habeich doch bemerkt, daß seine Gestalt anmuthiger geworden istund daß seine Züge einen ediern Ausdruck gewonnen haben.Werde ich ihm je wieder begegnen? Wer kann diese Fragebeantworten? — Schreibe mir freundlich, meine theuerste Ma-tilde! — wann hast du es je anders gethan? — aber ich wie-derhole, schreibe mir bald und schreibe mir freundlich. Ichbin nicht in der Lage, Rath oder Vorwürfe benutzen zu können,