46
in ihren Freudensprüngen, an den Ufern hinrannten, ihre Fackelnund Speere schwangen und den Lachs verfolgten; mancher die-ser Fische suchte im Strome zu entkommen, während andere,unter Baumwurzeln, Steine und Klippen flüchtend, sich vorden Nachforschungen der Fischer zu verbergen suchten. Die Ge-sellschaft im Boote entdeckte dieselben jedoch mittelst der ge-ringsten Zeichen; das Glänzen einer Floßfeder, das Aufsteigeneiner Luftblase war schon hinreichend, um diesen gewandten Jä-gern anzudeuten, welche Richtung sie ihrer Waffe zu geben hätten.
Dies Schauspiel war äußerst anziehend für diejenigen, diedaran gewöhnt waren; da aber Brown im Gebrauche des Wurf-speers nicht geübt war, ermüdeten ihn die Anstrengungen bald,die keinen andern Erfolg für ihn hatten, als daß er seine Waf-fen gegen den Felsengrund des Flusses schleuderte, welchem eroft, statt des Lachses, seinen Stoß ertheilte. Auch war es fürihn nichts weniger als erfreuend, (obwohl er seine Gefühle, diedoch Niemand verstanden hätte, verbarg,) daß er den Todes-kampf der sterbenden Lachse so nahe mit ansehen mußte, wie siezappelnd im Boote umher lagen, welches sie mit ihrem Blutefärbten. Er ließ sich daher an's Ufer setzen und hier gewährteihm das Schauspiel, von der Höhe des steilen Gestades betrach-tet, weit mehr Vergnügen. Oft dachte er an seinen FreundDudlep, den Künstler, wenn er den Effect der dunkelrothen Gluthvon dem romantischen Ufer, unter dem das Boot hinglitt, beob-achtete. Jetzt verkleinerte sich das Licht zu einem fernen Sterne,der auf dem Gewässer sich flimmernd zu spiegeln schien, den-jenigen gleich, die nach den Sagen des Landes der Waffernirsehen läßt, um das Waffergrab seines Opfers zu bezeichnen.Dann kam cs wieder näher, immer glänzender und breiter wer-dend, bis die große flackernde Flamme Ufer, Felsen und Bäumeim Vorübergehen sichtbar machte, sie mit dem eigenthümlichen