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wer aber in der Jugend das selbstständige und unabhängige Gefühleines rüstigen Fußgängers in interessanter Gegend empfunden hat,und zwar bei schönem Wetter,der wird dafür halten,daß sich derGe-schmack deS großen Moralisten sehr wohlseil habe befriedigen lassen.
Was Brown noch besonders vermocht hatte, diesen unge-wöhnlichen Weg durch die östlichen Wildnisse Cumberlands nachSchottland zu wählen, war der Wunsch, die Ueberreste der be-rühmien römischen Mauer zu sehn, welche in dieser Richtungweit sichtbarer sind, als an andern Punkten. Seine Erziehungwar unvollkommen und oberflächlich gewesen, aber weder diegeschäftigen Scenen, von denen er umgeben war, noch die Ver-gnügungen der Jugend, noch seine eignen prekäre» Verhält-nisse, hatten ihn abgehalten, sich eine geistige Ausbildung zuverschaffen. — „Und dies ist also dierömischeMauer"* rief er, eineHöhe ersteigend, welche den Lauf dieses berühmten Werkes desAlterthums beherrschte: „Welch ein Volk! dessen Arbeiten, selbstan diesem äußersten Ende seines Reiches, solchen Raum einnah-men und so großartig ausgeführt wurden! In späterer Zeit,wenn die Kriegskunst sich wieder verändert haben wird, wiewenige Spuren werden dann von den Arbeiten eines VaubanundCoehorn übrig sein, während die Trümmer der Bauten dieseswunderbaren Volkes selbst dann noch das Interesse und Stau-nen der Nachwelt erregen werden! Ihre Fortificationen, ihreWasserleitungen, ihre Theater, all' ihre öffentlichen Werketragen den ernsten, gediegenen, majestätischen Character ihrerSprache, während unsre modernen Arbeiten, wie unsre moder-nen Sprachen nur aus den Trümmern jener zusammengeflickterscheinen." Nach diesen Betrachtungen fühlte er, daß erhungrig war, und verfolgte seinen Weg nach einem kleinenWirthshaus, wo er sich zu erfrischen beschloß.
Das Bierhaus, denn weiter war es nichts, lag in einem Thal-