Zweites Kapitel.
Wohlan! auf allen Straßen zieh,Wohlan! weit in der Nunde;
Ein lustiq Herz ermuder nie,
Ein Tropf in einer Stande.
Wintermärchen.
Der Leser möge sich einen Hellen frostigen Novembermorgenvorstellen, als Schauplatz eine offene Heide, welche zum Hin-tergrund jene Hobe Gebirgskette hat, in welcher der Skibdawund Saddleback hervorragen; ferner möge er auf dem blin-den Wege hinaussehen, worunter ich den Pfad verstehe,welcher durch die Fußtritte des Wanderers nur so leicht an-gedeutet ist, daß er sich allein durch etwas lichteres Grünvon der dunklern Heide ringsum unterscheidet und überhauptblos aus der Ferne für das Auge sichtbar ist, während erverschwindet, wo ihn der Fuß wirklich beschreitet — auf die-sem schwachbezeichneten Pfade nähert sich der Gegenstand un-serer jetzigen Erzählung. Sein fester Gang, seine aufrechte,freie Haltung haben etwas Militärisches, welches mit seinemstattlichen Wüchse und der sechs Fuß hohen Gestalt wohl imEinklänge steht. Seine Kleidung ist so schlicht und einfach,daß sich daraus nicht auf seinen Rang schließen läßt — eskönnte die eines vornehmen Mannes sein, der auf diese Weisezu seinem Vergnügen reist, oder die einer Person nieder»