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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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Bin ich zu stolz, Delaserre, wenn ich glaube, daß selbstdiese Prüfung günstig für meine Wünsche bestanden werden wird? Bin ich zu eitel, wenn ich annchme, daß die wenigen per-sönlichen Eigenschaften, die ich besitze, verbunden mit sehr mäßi-gen Mitteln zum Unterhalt, und sodann der Entschluß, meinLeben ihrem Glücke zu weihen, daß dies sie für die Opfer ent-schädigen kann, die ste mir bringen soll? Oder wird ein Unter-schied in der Kleidung, der Bedienung, der vornehmen Lebens-weise, wie man die Freiheit heißt, nach Belieben die Orte zubestimmen, wo man Unterhaltung suchen will wird alles diesin ihrer Meinung durch die Aussicht auf häusliches Glück undden Austausch unwandelbarer liebender Neigung ausgewogenwerden? Ich sage nichts von ihrem Vater; seine guten undschlimmen Eigenschaften sind so seltsam vermischt, daß die er-ster» durch die letzter» neutralistrt werden; und das, was steals Tochter ungern missen würde, ist mit dem, was sie leichtenHerzens verlassen könnte, so in eins verschmolzen, daß die Tren-nung des Vaters und Kindes ein Umstand ist, auf den ich indiesem merkwürdigen Falle wenig Gewicht lege. Unterdessenhalt' ich meinen Muth aufrecht, so gut ich's vermag. Ich habezu viel Beschwerden und Mißlichkeitcn erfahren, als daß ichvoreilig auf glücklichen Erfolg rechnen sollte, und ebenso Hab'ichzu oft wunderbare Hilfe gesunden, als daß ich muthlos sein sollte.

Ich wollte du sähest dies Land. Die Scenerie würde dichgewiß erfreuen. Wenigstens ruft sie mir oft deine glühenden Schil-derungen deiner eignen Heimat in's Gedächtniß. Für mich hat siegroßentheils den Reiz der Neuheit. Bon den schottischen Bergenhabe ich, obwohl man mich oft versicherte, ich sei dort geboren,nur eine unbestimmte Idee. Meine Erinnerung weilt wirklich fastnur bei der weiien Oede, die sich meiner jugendlichen Phantasiecinprägte, als ich die Ebenen der Insel Zeeland überschaute, ich be-