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„In Wahrheit, Delaserre, ich glaube oft, daß der Geist desWiderspruchs auch ein wenig den Eifer in meiner Bestrebung un-terstützen hilft. Ick denke, ich würde den stolzen höhnischen Mannlieber in di'eNothwendigkeit versetzen, seine Tochter Mrs. Brownnennen zu müssen, als daß ich sie mit seiner vollen Zustimmungund mit des Königs Erlaubniß, Titel und Wappen Manneringszu führen, heirathete, wenn ich auch sein ganzes Vermögen zu-gleich mit erhalten sollte. Ein einziger Umstand ist vorhanden, dermich ein wenig bange macht — Julie ist jung und schwärmerisch.Ich möchte sie nicht gern zu einem Schritte treiben, den sie in rei-fer» Jahren bereuen könnte, gewiß nicht; — eben so wenig möchteich, daß sie mir, und war' es nur mit einem Blicke, vorwärfe, ihrGlück zerstört zu haben — und noch weit weniger möcht' ich ihrGrund geben, zu sagen, (wie es manche gegen ihren Gemahl zuthun Pflegen,) „hält' ich Zeit zur Ueberlegung gehabt, so würd' ichklüger und besser gehandelt haben." Nein, Delaserre — dies darfnicht geschehn. Diese Aussicht lastet schwer aufmir, weil ich weiß,daß ein Mädchen in Julia's Lage keine bestimmte und genaue Ideevon dem Werthe des Opfers hat, welches sie bringt. Sie kenntSchwierigkeiten nur dem Namen nach; und wenn sie an Liebe undeine Hütte denkt, so ist dies die romantische Hütte eines Lustparkes,wie sie nur in poetischen Schilderungen oder im Park eines Gentle-mans von zwölftauscnd Pfund Einkünfte eristirt. Eie würdeschlecht vorbereitet sein auf die Entbehrungen einer wirklichenSchweizerhütte, wovon wir so oft sprachen, und auf die Schwie-rigkeiten, die uns schon umringen würden, bevor wir noch jenenHasen erreichten. Dieser Punkt muß gehörig erörtert werden.Obwohl Juliens Schönheit und zärtliche Neigung einen ewigunauslöschlichen Eindruck auf mein Herz gemacht haben, so mußich doch überzeugt sein, daß sie die Vortheile, die sie vergessenwill, gehörig würdigen kann, ehe sie dieselben meinetwegen opfert.