erscheinen sahen, begleitet von einem Blicke, welcher sich baldauf den Rockärmcl heftete, bald wieder auf die Kniee seinerHosen, wo er wahrscheinlich einige antike Nähterei vermißte,die, mit blauem Zwirn auf schwarzem Grund ausgeführt, ei-nigermaßen wie eine Stickerei aussah, — sobald sie jenesMienenspiel bemerkten, lenkten sie stets sogleich seine Aufmerk-samkeit auf einen andern Gegenstand, bis seine Kleider vermögeder Gewohnheit ihm gehörig auf den Leib paßten. Die einzigeBemerkung, die er je über die Sache hören ließ, war, daß „dieLuft von Kippletringan den Kleiderstoffen zuträglich zu seinscheine, denn sein Kleid dünke ihm fast noch so neu, als am er-sten Tage, wo er es anlegte, und dies war damals, als er insExamen ging, um Kandidat des Predigtamts zu werden."
Als der Dominie zum erstenmal von des Oberst Manneringliberalem Vorschlag hörte, warf er einen eifersüchtigenund zwei-felhaften Blick auf Miß Bertram, als argwohne er, daß derPlan ihre Trennung bezwecke; als sich jedoch Mac-Morlan be-eilte, ihm zu eröffnen, daß auch sie eine Zeit lang Gast zu Wood-bourne sein werde, schlug er seine gewaltige» Hände zusammenund ließ zugleich ein so ungeheures Lachen erschallen, wie dasdes Afriten im Märchen vom Kalifen Vathek gewesen sein mag-Nach dieser ungewöhnlichen Andeutung derZufriedenheit, blieber bei Allem was weiter vorging ganz ruhig und passiv.
Es war festgesetzt worden, daß Mr. und MrS- Mac-Morlaneinige Tage vor Mannering's Ankunft Besitz von dem Hausenehmen sollten, theils um Alles gehörig in Ordnung zu bringen,theils um die Uebcrsiedlung der Miß Bertram aus ihrer Fami-lie nach dem neuen Wohnort so bequem und mit so viel Zartge-fühl als möglich zu bewerkstelligen- Demnach war zu AnfangDecember die Gesellschaft zu Woodbourne eingctrvffen.