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der Höhen zu erklettern, oder an den Fuß der Wasserfälle zugehen, und zur Vergeltung sehe ich mich genöthigt, seine Rüben,seinen Lucerncrklee und sein TimothcuSgras zu bewundern- Ichglaube, er hält mich für ein einfältiges, romantisch überspann-tes Mädchen, mit etwas (das Wort fällt mir schwer niederzu-schreiben) Schönheit und leidlicher Gutmüthigkeit;und ich glaube,daß der Herr die weibliche Außenseite so ziemlich gut zu beur-theilen versteht, hoffe aber keineswegs, daß er auch meine Ge-fühle zu durchschauen vermag. So scherzt er und führt michbei der Hand, während er neben mir herhumpelt (denn derarme Mann leidet an der Gicht,) und erzählt Geschichten ausder vornehmen Welt, von welcher er viel gesehn hat; und ichlausche, lächle und blicke so artig, zufrieden und auch so ein-fältig als möglich dazu; so vertragen wir uns recht gut.
„Doch ach! meine theuerste Matilde, wie langweilig würdemir die Zeit verstreichen, selbst in diesem romantischen Para-diese, welches von einem Paare bewohnt wird, welches gar nichtmit den Umgebungen im Einklang steht, wenn du mir nicht sotreulich auf all meine uninteressanten Plaudereien antwortetest?Bitte, versäume ja nicht, mir mindestens dreimal jede Wochezu schreiben — Dir kann es ja nie an Stoff fehlen."
Fünfter Auszug.
„Wie soll ich mittheilen, was ich dir jetzt zu erzählen habe! —Hand und Herz bebt mir so sehr, daß ich fast nicht im Standebin, zu schreiben! — Sagte ich nicht, daß er lebte? sagte ichnicht, ich wolle nicht verzweifeln? Wie konntest du meinen,theure Matilde, daß meine Gefühle, da ich so jung von ihmgetrennt worden war, mehr in meiner glühenden Phantasie,als in meinem Herzen ihren Grund hätten? — O, ich wußtewohl, daß sie ächt waren, so trügerisch auch die Eingebungen