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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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Mühe gegeben, cs zu bessern? Ihr Charakter war jetzt nichtschlimmer, als er es damals war, wo man ihnen gestattete,sich als eine Art von Unterthanen seiner Familie zu betrach-ten; und war es billig, daß allein der Umstand, daß erjetzt zu einer Magistratspcrson geworden war, mit einem Malsein Betragen gegen sie so verwandelte? Einige BefferungS-mittel hätten mindestens versucht werden sollen, ehe man sie-ben Familien auf einmal in die weite Welt schickte, und sieso gewissermaßen der Schranke beraubte, welche sie wenigstensvor größern Verbrechen zurückhiclt. Auch ein natürliches Mit-leid bewegte ihn, als er von so vielen bekannten und vertrau-ten Gesichtern scheiden mußte; für dies Gefühl war Bertramvorzüglich empfänglich, und zwar seiner beschränkten Geistes-fähigkeiten wegen, die ihre Unterhaltung meist in den kleinernGegenständen seiner Umgebung suchten. Als er im Begriffwar, sein Pferd wieder zu wenden und seine Reise fortzusetzcn,trat plötzlich Meg Merrilies, die hinter dem Zuge zurückgeblie-ben war, vor ihn.

Sie stand auf einer jener hohen, steilen Wände, welche,wie oben erwähnt ward, die Straße einschlossen; so daß siebeträchtlich höher als Ellangowan stand, obwohl dieser zuPferde war, und ihre hohe Figur, welcher der klare blaue Him-mel zum Hintergrund diente, erschien auf diese Weise von fastübernatürlicher Größe. Wir bemerkten schon, daß in ihrer Klei-dung, oder vielmehr in der Weise, wie sie dieselbe trug, etwasFremdartiges lag, welches sie vielleicht künstlich annahm, umdie Wirkung ihrer Zauberformeln und Vorhersagungen zu er-höhen, oder auch wohl nur um die durch die Tradition be-kannte Tracht ihrer Vorfahren zu bewahren. Im gegenwär-tigen Falle hatte sie ein großes Stück rothcs Tuch in Formeines Turbans um ihr Haupt gewickelt, unter dem ihr dunk-