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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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zu übernehmen, und den Knaben auf seinen Streifereien zu be-obachten, sobald er sonst keine Begleitung hatte. Simson liebteseinen jungen Pflegbefohlncn und war entzückt, ihn in seiner Ge-lehrsamkeit bereits glücklich so weit gebracht zu haben, daß er dresssylbige Wörter buchstabiren konnte- Der Gedanke, daß das ge-lehrte Wunderkind von Zigeunern, wie ein zweiter Adam Smith,entführt werden sollte, war unerträglich; daher übernahm er dasAmt, obwohl es seiner gewohnten Lebensweise ganz entgegen war,sehr bereitwillig, und man konnte ihn oft umherwandeln sehen,wie er eine mathematische Aufgabe im Kopfe, das Auge aber aufein fünfjähriges Kind gerichtet hatte, dessen Streifzfige ihn in hun-dert lächerliche Situationen brachten. Zweimal wurde der Lehrervon einer wilden Kuh gejagt, einmal fiel er in den Bach, weil erden hineingelegtcn Stein verfehlte, und ein andres Mal geriether bis an die Hüften in den Sumpf von Lochend, weil er versuchte,eine Wasserlilie für den jungen Laird zu pflücken. Die Dorfmatro-nen, die Simson bei letzterer Gelegenheit retteten, waren derMeinung,der Laird könnte die Aufficht über den Kleinen eben-so gut einer Vogelscheuche anvertrauen;" aber der gute Schul-meister trug all sein Unglück mit Gravität und unerschütterlicherGemüthsruhe.Wun-der-bar!" war der einzige Ausruf, denalles Mißgeschick dem geduldigen Manne entlocken konnte.

Der Laird hatte zu dieser Zeit beschlossen, die Bettler vonDerncleugh mit Stumpf und Stiel auszurotten. Die alten Die-ner schüttelten die Köpfe bei diesem Vorschlag und selbst Simsonwagte eine indirekte Gegenvorstellung. Da sie indeß in dem Ora-kelspruche bestand: movess Lsmerinnm," so vermochte weder

die Anspielung, noch die Sprache, in welcher sie ansgedrückt ward,eine erbauliche Wirkung auf Mr. Bertram hervorzubringen, unddas gerichtliche Verfahren gegen die Zigeuner hatte seinen Fort-gang. Jede Thür im Dörfchen ward vom Gerichtsdiener mit