Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
72
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Integrität in zwei Pergamentstreifchen zu legen, welche sieringsum zunähte, damit es sich nicht abschcuern möchte. DasGanze ward dann in den vorbesagten Sammtbcutel gelegt,und hing als ein Amulet um des Kindes Hals, wo es dieMutter so lange hängen lassen wollte, bis die Zeit gekommenwäre, wo sie ihre Neugierde auf rechtmäßige Weise befriedi-gen könnte.

Der Vater war gleichfalls entschlossen, das Seine bei demKinde zu thun, indem er für eine gute Erziehung sorgte; undin der Voraussetzung, daß diese mit dem ersten Beginn derVernunftentwickelung anfangen müßte, ward Dominie Simsonleicht dazu vermocht, sein öffentliches Geschäft als Schulmei-ster des Kirchspiels aufzugeben, seinen beständigen Wohnsitz aufdem Edelhofe aufzuschlagen und für einen Gehalt, welcher selbstzu jener Zeit den Lohn eines Bedienten nicht völlig aufwog,dem künftigen Laird von Ellangowan alle die Gelehrsamkeiteinzuflößen, die er besaß, so wie all' die Anmuth und dieTalente, die er in Wahrheit nicht besaß, deren Mangel erjedoch niemals entdeckt hatte. Bei dieser Einrichtung fandder Laird auch noch seinen besondern Vortheil, indem er sichdiebeständige Wohlthat eines geduldigen Zuhörers sicherte, demer, waren sie allein, seine langen Geschichten erzählen konnte,und auf dessen Kosten er, wenn Gesellschaft da war, seineschlauen Witze äußern durfte-

Etwa vier Jahre nach dieser Zeit entstand eine große Be-wegung in der Grafschaft, worin Ellangowan liegt.

Diejenigen, welche auf die Zeichen der Zeit achteten, wa-ren längst der Meinung gewesen, daß bald ein Ministerwechselstattfinden werde. Endlich, nach einem gehörigen Zeitraumvoll Furcht, Hoffnung und Verzug, voll Gerüchte, die wohl-begründet und schlechtbegründet und auch gar nicht begründet