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Oder ist cs möglich, wie Bacon und Sir Thomas Brownezugibt, daß etwas Wahres an einer vernünftig und nach Re-geln geübten Astrologie ist, und daß der Einfluß der Sternenicht geläugnet werden kann, wenn man auch der Betrügerwegen, welche vorgeblich die Kunst üben, diese einigermaßen imVerdacht haben mag?" — Er überlegte nicht lange, um dieseMeinung als phantastisch aufzugeben, da sie nur von jenen ge-lehrten Männern aus dem Grunde in Aufnahme gebracht wor-den war, weil sie nicht wagen durften, auf einmal all die Vor-urt-eile ihrer Zeit umzustoßen, oder auch, weil sie selbst nichtganz frei von jenem ansteckenden Einflüsse eines herrschendenAberglaubens waren. Der Erfolg seiner Berechnungen in die-sen beiden Fällen ließ jedoch einen so unangenehmen Eindruckin seinem Geiste zurück, daß er, gleich Prospero, seiner Kunstentsagte, und sich entschloß, nie wieder, weder in Ernst nochin Scherz, die Astrologie auözuüben.
Lange überlegte er, was er dem Laird in Bezug auf dasHoroskop seines Erstgebornen sagen solle; endlich aber beschloßer, ihm zwar den Erfolg seiner Berechnungen offen zu berich-ten, zugleich ihn aber auch mit der Unzuverlässigkeit der Kunst-regeln, nach denen er verfahren war, bekannt zu machen. Mitdiesem Entschluß ging er hinaus nach der Terrasse.
War der Anblick der Umgebungen EllangowanS bei Mond-licht angenehm gewesen, so verloren sie keine ihrer Schönhei-ten im Lichte der Morgcnsonne. Das Land lachte unter ihremEinflüsse selbst im Monat November. Ein steiler, doch regel-mäßiger Fußsteig führte von der Terrasse aufwärts nach einerbenachbarten Anhöhe, und leitete Manncring vor die Frontedes alten Schlosses. Dieses bestand aus zwei massiven rundenThürmen, welche tief und düster aus den äußersten Winkeln ei-