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7 (1851) Guy Mannering
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schönerem Charakter ersetzt wurden, in jüngern Tagen dochnoch manche Gläubige für sich behielten.

Einer der merkwürdigsten Jünger dieser vergessenen und ver-achteten Wissenschaft war ein nun verstorbener Professor der Ta-schenspielerkunst. Man sollte denken, daß eine Person dieses Ge-werbes, eben weil sie die tausend Wege kennt, wie sich menschlicheAugen betrügen lassen, weit weniger als Andere den abergläu-bischen Phantasien unterworfen sein sollte. Vielleicht verleitetedie gewöhnliche Anwendung jener abstrusen Calculationen, mitwelchen, auf eine für den Künstler selbst überraschende Weise,viele Kartenkunststücke und dergleichen vollbracht werden, diesenHerrn, die Combination der Gestirne und Planeten zu studiren,in der Hoffnung, prophetische Mittheilungen zu gewähren-

Er brachte ein Schema seiner eigenen Nativität zusammen,welches nach denjenigen Kunstregeln berechnet war, die er aus denbesten astrologischen Schriftstellern zu sammeln vermochte. Wasnun die Vergangenheit betraf, so fand er Alles mit dem überein-stimmend, was ihn bisher betroffen hatte, aber in dem wichtigenProspekt des Zukünftigen zeigte sich eine seltsame Schwierigkeit.Zwei Jahre waren es, für deren Verlauf er durchaus nicht zu er-forschen im Stande war, ob das Subject des Schema's darin todtoder lebend sein werde. Besorgt über einen so merkwürdigen Um-stand, gab er das Schema einem andern Astrologen, derauf gleicheWeise in die Klemme gerieth. Zu einer gewissen Zeit fand er denGebornen oder das Subjekt mit Bestimmtheit lebend, in einemzweitenZeitpunkte hingegen fand er, daß derselbe ganz gewiß todtsein werde; aber ein Zeitraum von zwei Jahren dehnte sich zwi-schen diesen beiden Terminen, für welchen man keine Gewißheitin Bezug auf Tod oder Leben des Betreffenden erlangen konnte.

Der Astrolog bemerkte den seltsamen Umstand in seinem Tage-buche und fetzte seine öffentlichen Vorstellungen in verschiedenen