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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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beisetzen lassen möchten, auf daß der letzte Abt des berühmtenGotteshauses St. Marien unter dessen Trümmern ruhen möchte.

Lange vorher, ehe dies geschah, vermählte sich RolandAvenel mit Katharinen Seyton. Katharine hatte zwei Jahrebei ihrer unglücklichen Gebieterin in England zugebracht, alssie aus Anlaß größerer Beschränkung derselben entlassen wurde.Sie kehrte in ihres Vaters Haus zurück, und da Roland jetztals rechtmäßiger Erbe des alten Hauses Avenel anerkanntwar, dessen Besitzthum sich durch Herrn Halbcrt Glendin-nings Sorgfalt sehr vermehrt hatte, so ward von Seiten ih-rer Familie kein Einwand mehr gegen die Heirath erhoben.Ihre Mutter war - schon damals gestorben, als sie in's Klo-ster kam, und ihr Vater war in den ungewissen Zeiten nachMariens Flucht auf englisches Gebiet einem Ehebündniß seinerTochter mit einem jungen Mann nicht abgeneigt, der selberder Königin treu und doch auch durch Herrn Halbert Glen-dinning mit der herrschenden Partei verknüpft war.

Also wurden Roland und Katharine trotz ihrer Religions-verschicdcnheit ehelich verbunden, und das weiße Fräulein, des-sen Erscheinung selten geworden war, während das Haus Avenelerlöschen zu wollen schien, ließ sich wieder fröhlich bei seinerLkeblingsquelle erblicken mit einem goldenen Gürtel so breit,wie das Wehrgehenk eines Grafen.

Anmerküng zum achtunddreißigsten Kapitel.

Wie schon in der Einleitung zum Abt bemerkt ist, wareS nicht das Herz des Abtes Ambrosius, sondern das Herz desKönigs Robert Bruce, welches der Verfasser im Sinne hatte,als er die Einleitung zum Kloster schrieb. Es ist bekannt, daßKönig Robert auf seinem Todbette dem guten Herrn JakobD«r Abt. m. 15