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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Nehmt es nicht so," antwortete die Königin,der Land-richter und der Markwart, als treue Diener Unserer königlichenSchwester, finden es nöthig, ihren Weisungen im vorliegendenFall buchstäblich nachzukommen, und können nicht mehr auf sichnehmen, als Uns mit Unserer weiblichen Dienerschaft zuzulaffen.Es wird sofort ein Eilbote von London abgchen, um mir einenWohnsitz anzuweisen, und sobald mein Hofstaat gebildet wird,werd' ich Euch Alle kommen lasten."

Euer Hofstaat gebildet? in England? und währendElisabeth lebt und regiert?" entgcgncte der 4ibt.Das wirddann geschehen, wenn wir zwei Sonnen am Himmel sehen."

Entschlagt Euch solcher Gedanken," sprach die Königin. Wir sind der Aufrichtigkeit Unserer Schwester versichert. Eli-sabeth liebt den Ruhm, und aller Ruhm, den sie durch ihreMacht und Weisheit gewonnen hat, wird demjenigen nichtgleichkommcn, welchen sie durch Gastfreundlichkeit gegen ihrebedrängte Schwester erlangen wird, wogegen Alles, was sieGroßes, Weises und Gutes in Zukunft noch thun wird, nichtim Stande wäre, den Vorwurf zu tilgen , den sie durch Miß-brauch Unseres Vertrauens auf sich laden würde. Leb' wohl,mein Kammcrjunker, jetzt mein Ritter lebe wohl auf kurzeZeit. Ich will Katharinens Lhränen trocknen, oder ich willmit ihr weinen, bis keine von uns mehr weinen kann." Siehielt Rolanden ihre Hand dar, und er warf sich auf die Knieeund küßte sie mit tiefer Rührung. Er wollte Katharinen die-selbe Huldigung erweisen, aber die Königin rief ihm mit hei-terer Miene zu:Ihre Lippen, du einfältiger Junge! und du,Katharine, sei nicht spröde. Diese englischen Herren sollen

sehen, daß auch in unserem kalten Norden Schönheit weißTapferkeit und Treue zu belohnen!"

Nicht jetzt erst," bemerkte der Landrichter von Cumberland