Achtnnddreißigstes Kapitel
Mein Heimathland, gut' Nacht!
Manch bittere Thräne ward während der leiligen Fluchtder Königin Maria über zerstörte Hoffnungen und erschlageneFreunde geweint. Der Tod des braven Douglas und des hef-tigen aber tapferen Heinrich Sehton schien die Königin eben sosehr zu erschüttern, wie ihr Sturz von dem Throne, auf wel-chem sie beinahe wieder eingesetzt worden war. Katharine Seu-ton verschloß ihren Kummer in ihren Busen, um ihre nieder-geschlagene Gebieterin aufzurichten. Der Abt richtete seinengetrübten Blick in die Zukunft, und bemühte sich vergebens,einen Plan zu ersinnen, der einen Schimmer von Hoffnung bot.Der Muth des jungen Roland hingegen, welcher ebenfalls anden flüchtigen Bekathungen Theil nahm, blieb fortwährend un-gebeugt.
„Ew. Majestät," sprach er, „hat eine Schlacht verloren.Euer Ahn Bruce verlor sieben nach einander, ehe er triumphi-rend auf dem schottischen Throne saß, und mit Siegerstimmeauf dem Schlachtfelde von Bannockburn die Unabhängigkeitseines Landes ausrief. Sind nicht diese Haiden, welche wir