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5 (1851) Der Abt
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blieb weinend bei dem Lobten, bis sie endlich durch den Abtwieder zur Besinnung gebracht wurde, der es nöthig fand, eineungewöhnlich nachdrückliche Sprache zu reden.Auch wir,Ew. Durchlaucht ergebene Nachfolger, haben Freunde und Ver-wandte, um die wir weinen könnten. Ich lasse einen Bruderin Lebensgefahr. Der Gemahl der Frau Fleming, der Vaterund Bruder von Fräulein Katharine liegen vermuthlich aufdem Blutfeld dort erschlagen oder sind in Gefangenschaft. Wirvergessen das Schicksal Derer, die uns am nächsten stehen undam theuersten sind, um unserer Königin zu Diensten zu stehen,und sie ist zu sehr mit ihrem eigenen Kummer beschäftigt, umnur einen Augenblick an den unseren zu denken."

Ich verdiene Eure Zurechtweisung nicht, Pater," erwidertedie Königin, den Lauf ihrer Lhräncn hemmend,aber ich binfolgsam gegen dieselbe. Wohin sollen Wir gehen? Was sollenWir thun?"

Wir müssen fliehen und das augenblicklich," antworteteder Abt.Wohin, das läßt sich nicht zu leicht sagen; unter-wegs können wir darüber reden. Hebt sie in den Sattelund reitet zu."

Das Häuflein setzte sich in Bewegung. Roland blieb einenAugenblick zurück, um den Begleitern Glcndinnings zu gebieten,ihren Herrn in die Burg Crookstone zu bringen, und um vondem Ritter als Bedingung seiner Freilassung sein Wort zuverlangen, daß er und seine Begleiter die Richtung der Fluchtder Königin geheim halten wollten. Als er eben sein Pferdzum Wegreiten wandte, glotzte ihn Adam Woodcocks ehrlichesGesicht mit einem Ausdruck der Verwunderung an, über wel-chen er unter anderen Umständen herzlich gelacht haben würde.Er war einer der Knechte, welche die Wucht von Rolands Armempfunden hatten, und jetzt, wo Roland sein Visir in der Höhe